Hausboote schauen

Natürlich geht es durch diverse Bauprojekte später los, als gedacht. Jetzt erstmal Kilometer machen ist der Plan. Nach Perpingan liegt die sehr maurisch aussehende Festung Salses neben der Autobahn. Die wurde am Wasser gebaut, aber als sie fertig war, war das Meer weiter verlandet und das Ding stand an reiner strategisch er ungünstigen stelle.

Egal, weiter. Die Abenddämmerung pirscht sich an. An der Aude ab von der Autobahn. Und bei schönem Wetter durch schöne Landschaft. Irgendwo an den vielen Kanälen hier muss es doch ein schönes Plätzchen geben! Erste Gelegenheit: Brücke für 1.8 t gesperrt. Einziger brauchbarer Parkplatz schon durch Weißware belegt. Zwei Angler, die sichtlich amüsiert sind über den Laster aus Deutschland.

Die Teidelpfade entlang der Kanäle sind wohl in der Gegend komplett gesperrt. Hmm. Da ist etwas mehr Planung wohl angesagt. Kartenstudium. An der Aude selbst sieht es besser aus. Irgendwie. Kreuz und quer gehts bis Cruxac-d’Aude (oder war es schon Sallèles-d’Aude?) am Canal de Joncton.

Der Ort beginnt mit einem „Boulodrome“ – Sachen gibts!. Kanalbrücke an einer Schleuse – 12 t. Dann will ich am Kanal lang zurück zur Aude da gibt es ein Wäldchen …

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Den Deich lang. Erstmal drauf stehen bleiben und in die Stadt gelaufen. Schleuse. Alt & schick, wie die meisten nautischen Dinge irgendwie sind.

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Auf nach Frankreich

Vom Flughafen Autobahn im Dunkeln.

qv7snapz048Ein paar Nächte steht jetzt Besuch unter einem festen Dach an. Das Häuschen ist aber in einer kleinen Siedlung oben in den Bergen mit extrem sportlicher Zufahrt.
52 Serpentinen heist es. Alles grössere, wie Wohnzimmerfenster kommen per Hubschrauber in die Siedlung heisst es. Die Feuerwehr habe sich eine Alternativ-Piste geschoben, aber die sei gesperrt, heisst es.

Das ist mir zu viel Trubel am Abend. Genau auf der Grenze: Col de Parnissars. Eine Grenzfestung die seit römischer Zeit bis etwa 1944 in Betrieb war.
Der letzte Kilometer durchs enge Örtchen Perthus, dann irgendwann 2.60cm breite Betonpiste. Gut das ich hier schon mal war. Neuzeitliche Festung. Soldatenfriedhof. Turm. Fels; Baum; Eng … Halt!
Ich wäre beinahe auf die Fundamente der Trophee gefahren. Ups!

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Licht aus, Augen zu, Vollmond anschauen, dann wirklich Augen zu.
Am nächsten Morgen starrt ein Touristenpärchen ungläubig auf das dreiste Parkverhalten. Ähm… war nix eingezeichnet… dunkel war’s auch… jaja! Ein Ästlein klemmt hinterm Bordsteinspiegel. “Das war so, das muss so!”

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Besichtigen, auf Steinen rumstapfen, Waldbrandfolgen bestaunen.

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Zum Flughafen

Nach dem sehr robusten Einsatz erst mal Materialpflege.

Das Display hatte beim Überhohlen der Motocross-Truppe geklagt „Blinker Re. defekt“. Stimmt. So’n Bordcomputer kann durchaus auch eine gute Sache sein.

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Ich hab ja von MAN Ein Ersatzlampenset dabei – ist in Spanien Pflicht. Der passende Torx-Schrauben(fest)zieher (nicht -(rund)dreher) war auch beim Auto dabei. Perfekt ausgerüstet! Ich gratuliere mir selbst, dass ich nicht wie gewisse andere Leute mit nicht vorschriftsmässigem Bremslicht quer durch Russland fahre.

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Ganz langsam auf schönem Track durch die Pyrenäen

Mondhell ist es draussen. Wasser plätschert. Bäume Rauschen. Irgendwas ist im Gehölz. Gespenstisches Licht. Ich sortiere Fotos. Und lese „The Fall of the House Cabal“. Kann als Vampiergeschichte durchgehen. Fühle mich doch sehr in der Einsamkeit grad. Bisschen ein kalter Schauer.

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Heute schliesse ich ab; das mach ich sonst nur in Städten.

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Wo haben mich gestern meine Räder nur hin getragen?

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Langsam mal nach Osten

Freitag Morgen. Samstag Abend muss ich am anderen Ende der Pyrenäen am Flughafen sein. Soviel zum „eigenen Tempo“ und „selbstbestimmt Reisen“. Selber Schuld!

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Also weiter gen Osten! Gestern wurden Pläne geschmiedet, heute werden sie umgesetzt.  Pyrenäenhauptkamm auf Schotter kann ich wohl knicken. Entweder sind die Strasssen gut ausgebaut oder Sackgassen oder einspurige Wanderwege. Vielleicht geht es weiter im Süden in Spanien.

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Auf Bergpfaden Zurück zur Höhle

Morgens aufwachen bei niedrigen Wolken. Immerhin gelegentlich kein Regen. Der Luftdruck auf 1600m macht spannende Sachen mit meinen Not-Rationen.

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Der Weg geht ja irgendwie weiter, also fahre ich mal weiter. Was ich am Abend beim Kartenstudium schon gelernt hatte war: Der schöne Weg, den ich auf der Karte entlang des Kamms gesehen hatte war kein Weg, sondern die Grenze …

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Warten auf 1600m

Also – nach der kleinen heute – kommt Morgen Nachmittag die große Höhlentour. Ich muß 24h tot schlagen. Eigentlich besteht für mich ja Urlaub daraus keine Termine zu haben.

Andererseits: Sabine & Burkhardt drücken das so berede aus: Selbstbestimmtes Reisen ist dann, wenn man die Zeit hat, sich den lokalen Gegebenheiten anzupassen und mit den Locals zu verabreden. Gleichzeitig zieht es mich aber schon auch weiter. Zugvogel und so.

Ich hab ja da dieses Projekt, alle fahrbaren Pyrenäenpässe zu fahren. Vom Mittelmehr bis Andorra bin ich damit schon durch. Zum Teil einige recht wilde Feldwege über die Grenze genommen. Mal sehen, was sich hier in der Gegend so finden läßt.

Obendrein könnte ich mir den Einstiegsschacht des Pierre St. Martin Höhlensystems mal anschauen. Also hoch zum gleichnamigen Paß!

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Kleines Milch Intermezzo

Vor 2.5 Wochen auf dem Bliss Kundenevent hatte ich ein original- verschlossenes Tetrapack H-Milch kaputtgeschüttelt 8-O
Die Flüssigkeit war größtenteils im Scharnier der Treppe verschwunden. Hmmm.Das Wochenende drauf am Strand hatte ich die Kinder im Verdacht stinkige Schuhe dabei zu haben.

Auf der Ile de Re wurde dann leider Klar: Es sind nicht die Schuhe – die lagerten schon unter dem Auto – und nicht die Jacken. Es kam aus dem Sicherungskasten. Da kam es vor allem her, wenn der Lüfter vom Inverter Luft aus dem Bereich des Schaniers zog. Ugh. Das ganze ist recht komplex im Boden. Gasdruckfedern, Hebel, Scharnier. Alles in allem die tiefste Stelle im Aufbau. Ich würde übrigens sagen, das Design ist von den Treppen kleinerer Business-Jets inspiriert ….

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Im Carefour Supermarkt Febreeze und Flecken-Ex „Blut, Milch, Eiter, Sperma“ besorgt. Kleinen Cocktail angerührt und in das Schanier geekippt.

Rücksprache mit Bliss. Beil letzten Service haben Sie ein Loch von unten in den Schanierbereich gemacht – tiefster Punkt des Aufbaus – und mit einem Gummistopfen verschlossen. Gute Leute! Also meine Spülung ein paar hindert Kilometer ziehen und schütteln lassen.

Jetzt mal stopfen raus: Einem Brühe mit dem Gestank einer explodierenden Harzer Handkäserei umhüllt mich. OMG. Mit warmen Wasser nachspülen. Stopfen wieder Rein, nochmal den Anti-Stink Cocktail. Später werde ich noch ein spezialmittel gegen Milchgestank einfüllen und die Fußmatte druckstrahlen. Ab dann kommt Gestank wieder nur noch von den Schuhen oder Teenagern.

Richtung Pyrenäen

Von Bordeaux also gen Richtung Pyrenäen. Hab ich eigentlich die Höhlenausrüstung dabei? Zur Gouffre (Höhle) Pierre St. Martin. Die Ultimative europäische Höhlentour. Oben rein, 700 m tiefer wieder raus.
Aber der 320m Eingangsschacht ist nicht so das richtige, wenn man allein unterwegs ist ;-)Aber: In den 60ern sollte da ein Kraftwerk in der Höhle gebaut werden. Da hat die Kraftwerksgesellschaft einen Tunnel zur riesigen (Giga, Mega, & Hyper) grossen Halle „La Verna“ gebohrt. Und das Höhlenforscherlatein sagt, man muss nur den Tunneleingang finden und kann dann da rein spazieren. Einige Spassbremsen behaupten, die Türe wäre nur von innen zu öffnen … das soll mein Projekt für die nächsten Tage werden.Bild

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Von der Insel runter

Da die Insel recht deutlich gemacht hat, keine Camper zu wollen, runter da. Obendrein war das tanken einiger hundert Liter Diesel fällig und der war auf der Île de Ré erstaunlich teuer. Aber auch so fand sich im Hinterland erstmal keine genehme Tankstelle.
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