Hausboote schauen

Natürlich geht es durch diverse Bauprojekte später los, als gedacht. Jetzt erstmal Kilometer machen ist der Plan. Nach Perpingan liegt die sehr maurisch aussehende Festung Salses neben der Autobahn. Die wurde am Wasser gebaut, aber als sie fertig war, war das Meer weiter verlandet und das Ding stand an reiner strategisch er ungünstigen stelle.

Egal, weiter. Die Abenddämmerung pirscht sich an. An der Aude ab von der Autobahn. Und bei schönem Wetter durch schöne Landschaft. Irgendwo an den vielen Kanälen hier muss es doch ein schönes Plätzchen geben! Erste Gelegenheit: Brücke für 1.8 t gesperrt. Einziger brauchbarer Parkplatz schon durch Weißware belegt. Zwei Angler, die sichtlich amüsiert sind über den Laster aus Deutschland.

Die Teidelpfade entlang der Kanäle sind wohl in der Gegend komplett gesperrt. Hmm. Da ist etwas mehr Planung wohl angesagt. Kartenstudium. An der Aude selbst sieht es besser aus. Irgendwie. Kreuz und quer gehts bis Cruxac-d’Aude (oder war es schon Sallèles-d’Aude?) am Canal de Joncton.

Der Ort beginnt mit einem „Boulodrome“ – Sachen gibts!. Kanalbrücke an einer Schleuse – 12 t. Dann will ich am Kanal lang zurück zur Aude da gibt es ein Wäldchen …

Bild

Den Deich lang. Erstmal drauf stehen bleiben und in die Stadt gelaufen. Schleuse. Alt & schick, wie die meisten nautischen Dinge irgendwie sind.

Irgendwer hat das Geländer pink umhälkelt. Am nächsten tag findet sich noch mehr in diese Richtung. Inklusive einer Brücke, die mit pinken BHs dekoriert ist.

Bild

Das Örtchen warnt eindringlich, es mit LKW zu befahren und ein Spaziergang macht deutlich warum. Könnte passen, wäre aber nicht lustig. Im Ortskern ist eine Tankstelle, die nebenbei Nippes verkauft.

Bild

Oder ein Nippesladen, wo man auch tanken kann. Sehr schön! Leider bin ich fast voll, aber ich erwäge, morgen noch in den Ort zu Zirkeln, um ein Foto beim Tanken zu machen und den Laden während der Öffnungszeiten zu erkunden.

Bild

Was nettes zum Essen gehen gibt’s leider nicht, aber einen Foodtruck. Ich vermute der hat hier sein Winterdomizil – sieht zu hipp aus, als das er in den umliegenden Ortschaften sein Brot verdient. Aber wenigstens gibt es eine Bäckerei – Morgen nochmal vorbei.

Bild

Zurück am Wagen ist da Gesellschaft von einem Pösel aus Siegen. Bei Siegen muss ich an die Pistenkuh 3.0 denken, die ich auf der Ile de Re gesehen habe…

Bild

Kurzes Gespräch inklusive dem „Damit kommt man ja überall durch!“ und „Wo warst Du damit denn schon?“ Unvermeidlichkeiten. Ich versteh die Fragen ja. Aber vielleicht hab ich einfach eine umfassendere Definition von überall. Siehe meine Pyrenäen auf SchotterPläneklappt so gar nicht.
Und wo man schon war …. ist das wichtig? Was haste schon erlebt? Was hast Du gelernt? Wie hat es Dich verändert? Wen hast du kennengelernt? Ja, das hat alles auch ein bisschen damit zu tun, wo man hinfährt …

Bild

Ist natürlich müßig mit einer Zufallsbekanntschaft diese Fässer auf zu machen.

Aber ich arbeite mich ja auch immer an der Frage „Wie geht es Dir?“ ab. Ne Zeitlang waren meine Antworten darauf „Das willst Du gar nicht wissen“ oder „Dafür haben wir grad nicht annähernd genug Zeit“.

Gut dass man mit zunehmendem Alter seine Ohren bei sowas auf Durchzug schalten und auf Autopilot antworten kann. Wobei wenn ich mit meinen Kindern über das Betten machen rede, klappt das mit dem Durchzug auch in jungen Jahren ganz gut …

Bild

Für mich jedenfalls weiter den Deich Richtung Aude. Noch eine Schleuse, die wohl den Wasserstand Kanal zu Fluß reguliert, ein kleines Hausboot. Ein zum Hausboot umgebauter Frachtkahn, der von der Schleuse aufs trockene gehoben wurde, und ein Wohnmobil.

Bild

Versuch im Picknick-Wäldchen zu parken. Der Weg hat ein paar zu niedrig hängende Äste zu viel und ich bin Äste doch ehr satt. Es ist inzwischen nach Sonnenuntergang. Kleiner Erkundungsspaziergang. Ja, man könnte … ach was! Galant rangiert, ab neben die Weißware und Abendessen. Abends bei der ALG über Kühlwasservorwärmgeräte diskutieren.

Bild

Nachts kommt noch zwei mal die Polizei / das Ordnungsamt vorbei gefahren, lässt uns aber unbehelligt. Der Ort hatte auch kein Schild zur Camping-Regelung am Ortseingang.

Bild

Am Morgen zum Bäcker laufen. Und großes Früchte-Müsli mit Frecelle. Gibts in Deutschland kaum. Yummy!

Bild

Dann weiter am Kanal entlang. Jede Menge Miet-Hausboote. Das sieht sehr nett aus. Ich glaub so einen Hausbootsurlaub fass ich auch mal in’s Auge.

Bild

Jetzt in die Cevennen!

Trackbacks/Pingbacks

  1. Auf nach Frankreich – Daheim & Unterwegs - 2016-11-13

    […] dann vom Hof nach Norden, ohne noch mehr Platten zu […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s