Auf nach Frankreich

Vom Flughafen Autobahn im Dunkeln.

qv7snapz048Ein paar Nächte steht jetzt Besuch unter einem festen Dach an. Das Häuschen ist aber in einer kleinen Siedlung oben in den Bergen mit extrem sportlicher Zufahrt.
52 Serpentinen heist es. Alles grössere, wie Wohnzimmerfenster kommen per Hubschrauber in die Siedlung heisst es. Die Feuerwehr habe sich eine Alternativ-Piste geschoben, aber die sei gesperrt, heisst es.

Das ist mir zu viel Trubel am Abend. Genau auf der Grenze: Col de Parnissars. Eine Grenzfestung die seit römischer Zeit bis etwa 1944 in Betrieb war.
Der letzte Kilometer durchs enge Örtchen Perthus, dann irgendwann 2.60cm breite Betonpiste. Gut das ich hier schon mal war. Neuzeitliche Festung. Soldatenfriedhof. Turm. Fels; Baum; Eng … Halt!
Ich wäre beinahe auf die Fundamente der Trophee gefahren. Ups!

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Licht aus, Augen zu, Vollmond anschauen, dann wirklich Augen zu.
Am nächsten Morgen starrt ein Touristenpärchen ungläubig auf das dreiste Parkverhalten. Ähm… war nix eingezeichnet… dunkel war’s auch… jaja! Ein Ästlein klemmt hinterm Bordsteinspiegel. “Das war so, das muss so!”

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Besichtigen, auf Steinen rumstapfen, Waldbrandfolgen bestaunen.

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Und wie immer: Kartenstudium. Wenn man jetzt quer durch nach “Las Illas” … das müsste fahrbar sein. Da kommt zwar direkt ein “Anlieger frei” Schild, also kurz warten bis der Einheimische verschwunden ist und ab.

Die Strecke ist zu eng für einen Laster. Diesmal sind es nicht die Äste, sondern das immer halb von der Betonpiste in den Abrund hägende Hinterrad. Da ist schon Konzetration angesagt.

Ein Weiler bestehend aus zwei Häusern und ganz viel Gerümpel. Aber Himmelbett als Picknickplatz im Garten. Hundegebell. Sich zunicken. Schon vorbei.

Dann plötzlich ein Menschenauflauf. Marathon oder so. Ein Saftstand. Zivilschutz (D.h. “THW”). Aufgeregte Organisatoren. Man dürfte doch gar nicht und auf keinen Fall jetzt! Bitte warten! Nach einiger Zeit und der Versicherung, das ich auch nicht vor habe auf einem 2.54m breiten Weg zusammen mit Sportlern unterwegs zu sein, legt sich die Aufregung. In 3 Stunden sei die Veranstaltung vorbei. Ach nö. Die THWler haben viel Spass daran dem Deutschen beim Wenden zuzuschauen. Also alles zurück.

Festung. Perthrus, Hauptstrasse. Die Serpentinenstrasse zum Haus geht dann ganz gut. Zwei mal reversieren. Kein mal Mittelsperre. Son LKW-Motor macht schon Spass mit Drehmoment und das automatisierte Schaltgetriebe ist nicht so ärgerlich, wie erwartet.

Jetzt den Laster in die Einfahrt rangieren. Der Hausherr hilft mit der Säge. Leider überstehen es ein Paar Gehwegplatten nicht, wenn ein Laster über die Kante ins Unterholz verschwindet.

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Es schliessen sich zwei Tage mit Leih-PKW, Schlemmen, Kunstmuseum, Stadtkernen und Küstenstraße an. Schön war’s!

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Zwischendurch Windschutzscheibe wieder durchsichtig gemacht, Wasser nachgetankt, Milchstinkschanier nochmal durch gespült.

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Die Hoftorsteuerung zerlegt, repariert und rekonfiguriert, Bilderaufgehänghilfe – halt all das, womit sich der
Gast beliebt macht getrieben.

Und dann vom Hof nach Norden, ohne noch mehr Platten zu zermalmen.

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  1. Zum Flughafen – Daheim & Unterwegs - 2016-11-13

    […] … danach schnell nen Nachtplatz gesucht. […]

  2. Hausboote schauen – Daheim & Unterwegs - 2016-11-13

    […] geht es durch diverse Bauprojekte später los, als gedacht. Jetzt erstmal Kilometer machen ist der Plan. Nach Perpingan liegt die […]

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