Baltikum Herbst 2015 – Litauen, Lettland, Kaliningrad & Polen

Als erste Testreise für den TGM sollte es etas weiter Weg gehen. Ins Baltikum und nach Kaliningrad – d.h. Russland. Das wurde eine sehr schöne Tour durch die baltische Herbstsonne. Die einzelnen Berichte finden sich in der Kategorie „Baltikum 2015“.

 

Die Route

ImageUploadedByTapatalk1445645674.867305Einer lieben Tradition folgend fahre ich erst mal in die entgegengesetzte Himmelsrichtung: Richtung Belgien – die kinder bei den Großeltern abgeben (Tag 3) und vorher noch in ein Bergwerk einfahren (Tag 1 & 2).

Nach Litauen kommt man super mit der Fähre: 23 h ab Kiel – Klaipeda mit DFDS für etwa 150 €. Dafür kann man nicht selber fahren (nach Kiel Tag 4, Fähre Tag  5).

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In Litauen war es vor allem im Hinterland von Klaipeda beim Žemaitijos Nacionalinis Parkas (Tag 6 & 7), bei Orvidas Garden (Tag 7) und im Memelland südlich von Kleipeda (Tag 9) schön. IMG_9757Das Bisschen, was ich von Lettland gesehen habe, war nicht so erwähnenswert (Tag 7 & 8).  Die Kurische Nehrung ist halt ein Touristisches Highlight – mit allen guten und schlechten Nebenerscheinungen.

Einreise nach Kalinigrad / Königsberg (Russland) über die Kurische Nehrung. Dauert etwas, war aber nicht unangenehm und geht auch ohne russisch Kenntnisse. (Tag 10)

Nach dem Baltikum und Russland war Polen (Tag 12 & 13), Usedom (Tag 13) und Deutschland (Tag 14, 15 & 16) dann ein bisschen langweilig. Dazu mag auch das er mässige Wetter beigetragen haben. Der Park auf dem ehemaligem Zechengelände Maximilian in Hamm war ein Highlight am Ende (Tag 15).

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Übernachten

IMG_0213Ich habe einmal auf einem Wohnmobilstellplatz (Tag 4) übernachtet – um Wasser zu fassen. In Nida auf der Kurischen Nehrung war ich einmal für ein Paar Stunden auf einem Campingplatz des Wassers wegen. Ansonsten wurde immer „frei gestanden“. Meistens waren es Parkplätze an irgendwelchen Sehenswürdigkeiten oder Wanderparkplätze, einmal ein Flughafen-Terminal (Tag 8). Das einzige mal Probleme gab es beim Center-Park (Tag 3).

Ich brauche so 35 l Wasser am Tag, wäre also knapp ohne Nachtanken ausgekommen, aber hatte ja mit diversen grossen Leckagen zu kämpfen.

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Kaliningrad / Russland

IMG_0279Für Kaliningrad hatte ich über einen Visumsdienst vorher ein Visum besorgt, Versicherungsbescheinigung, Haltervollmacht – alles in allem einen grossen Papierstapel. Einreise nach Russland und Wiedereinreise in die EU waren langwierig aber unproblematisch.

Die Stadt Königsberg hab ich umfahren. Tankstellen hab ich gesehen, aber gemieden – dabei soll Diesel in Russland nur die Hälfte kosten. Supermärkte oder Lebensmittel Läden („Magazin“) habe ich nicht gesehen.

Eigentlich war das bisschen Russland, das ich gesehen habe unproblematisch, ich aber unter Kulturschock. Ich fahr nochmal hin mit mehr Zeit zum akklimatisieren. Details bei Tag 10 & 11.

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Sprache

Ich kann kein Litauisch, Lettisch oder Russisch. War nicht wirklich ein Problem. Schöner ist es natürlich, wenn man sich mit der lokalen Bevölkerung unterhalten kann, aber dazu war ich vermutlich eh zu schnell unterwegs.

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Einkaufen / Tanken

IMG_0138Alles mehr oder weniger das gleiche, wie in Deutschland. Mehr Tante-Emma Läden in Litauen, aber auch die grossen Ketten, die man von uns kennt. Polen von der Supermarktlandschaft kaum von zuhause zu unterscheiden. Tanken in Russland war ja früher ein legendäres Abenteuer – ich hab es gar nicht erst versucht.

Maut in Polen ist Pflicht für schwere Fahrzeuge und erfolgt per Go-Box Technik.Hinter der Grenze folgen 5 km Autobahn, man kann also gar nicht ohne Go-Box über die Grenze. Es hat etwa eine Stunde gebraucht, bis ich an der Grenze dann eine Go-Box ausgehändigt bekomme. Achtung: die Box auf jeden fall an die Scheibe pappen und nicht nur ins Armaturenbrett legen (Tag 11). Natürlich fand ich bei der Ausreise keine Stelle, wo ich die Go-Box zurück geben konnte.

 

Das Auto

img_0306Es war die erste grössere Reise mit dem Wohnmobil. Zufrieden? Ja! Es fühlt sich wie ein Ferienhaus auf Rädern an und ist ziemlich genau das, was ich mir gewünscht hatte. Es lebt sich toll darin und man fühlt sich zuhause – und nicht unterwegs – wenn man da am Tisch sitzt und in einem Buch schmökert.

Die Probleme mit dem Wasser waren lästig, aber ich fand es am schlimmsten, mich immer wieder umschauen zu müssen, wo ich Wasser her bekomme. Das system zu zerlegen und die Fehler zu suchen – und zu finden – fand ich eigentlich ganz befriedigend.

Mit dem Chassis hab ich ein par mehr Baustellen: Fahren auf engen Landstraßen ist anstrengend, da gilt es noch mit Reifendruck & Co am Geradeauslauf zu arbeiten. Mehr Licht ist immer gut, ne Rückfahrkamera auch. Ich kann zwar gut nach Spiegel fahren, aber ich hab echt Schiss wegen Kindern, waghalsigen Autofahrern und anderen beweglichen Zielen.

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3500 km gefahren, also etwa 250 km pro Fahrtag. Mehr würde ich nicht wollen. Der Island Urlaub 2013 war mit etwa 400 km pro Fahrtag im Buschtaxi schon etwas viel Fahrerei.


Hier noch mal die einzelnen Beiträge: Kategorie „Baltikum 2015“.

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