Snow-Tracks Romania

Diesen Bericht habe ich angefangen und er wurde schnell zu lang. Dann hab ich 10 Monate die Lust verloren. Hier der Stand der Dinge:

Ich war dieses Frühjahr auf der Tour „Snow-Tracks-Romania“ von TC-Offroad-Trekking unterwegs. Ich wollte mich überraschen lassen und ich wurde überrascht!

„Snow-Tracks-Romania“ hat ein Hotel bei Alba Iulia als Stützpunkt und von dort geht es jeden Tag in die Kaparten und abends zurück zum Hotel. Das heisst bequeme Betten, gepflegtes Essen und schöne Landschaft.

Ich hatte im großen und ganzen eine Tour für ältere, gut betuchte Herren, die ihre SUVs ausführen wollen, erwartet. Ein bisschen in den Pyrenäen umherfahren kann ich alleine, deswegen hatte ich diese Tour ausgewählt, die mit dem Schwierigkeitsgrad 4 von 5 beworben wurde. Ich dachte da würde ich mehr lernen und Unterhaltung haben, als bei einem Fahrtraining durch die Kiesgrube zu kurven.

Erste Zweifel kamen bei mir auf, als die Liste der teilnehmenden Fahrzeuge vom Veranstalter geschickt wurde. Da waren keine SUVs bei. Zwischen vielen Landrover Defendern, einem Mercedes G, einem Jeep Rubicon und einem Toyota Land Cruiser 105 fühlte ich mich mit meinem Buschtaxi keinesfalls übermotorisiert.

Die Liste der geforderten Tourvorbereitungen war lang aber schien mir recht unproblematisch. „Spurstangenschutz und Differenzial-Schutz für vorne“ Dazu meinte die Werkstatt meines Vertrauens beispielsweise nur „das brauchen nur Landrover, an deinem Toyota hält das so“. „Notzugangscode für die Wegfahrsperre“ – sowas elektronisches hab ich nicht. „1x vorne und 1x hinten eine stabile und leicht zugängliche Abschleppöse am Fahrzeug, in die auch ein großer Schäkel oder Seilwinden-Haken reinpaßt!“ – klar, das wird serienmässig mitgeliefert – ist doch kein Spielzeugauto! Und so weiter.

Ich besorgte mir Schneeketten (Thule, für „schwere Fahrzeuge“) und harrte der Dinge, die da kommen. Irgendwann kam eine Mail, das es ordentlich Schnee gäbe und Schneeketten verpflichtend sein. Geraten wurde zu „Militärschneeketten“, die in einem Laden verkauft wurden, der sich wohl vor allem an Ackerschlepper- und Baggerfahrer richtet. Öh … Thule geht sicher auch.

Die letzten Reisevorbereitungen waren nicht ganz einfach: Auto in die Werkstatt in Pusemuckel, dann mit der Bahn zur Messe nach München, dann mit einer Kollegin zur Messe nach Nürnberg, dann mit der Bahn Auto abholen, dann meinen Vater und Sohn am Flughafen einsammeln und ab nach Rumänien. Also für gut 3 Wochen mit ausgesprochen unterschiedlichen Nutzungsszenarien auf unterschiedliche Gepäckstücke verteilt im Voraus packen. Ich bin nicht wirklich gut in sowas.

Irgendwann ging es dann mittags von Nürnberg los. Wo fahren wir denn lang? Ich wär‘ ja gerne durch die Tschechei gefahren, aber der Klassiker ist Linz, Wien, Budapest. Österreich kenn ich doch schon! Aber nagut.

Ab Linz suchten wir ein Motel oder so an der Autobahn, aber das wollte alles nicht so recht klappen. Übernachtet haben wir dann am Flughafen Wien im nh Hotel. War OK.

Diesmal hatte ich auch eine Vignette für Österreich gekauft. Vor zwei Jahren war ich über einen kleinen Grenzübergang von der Schweiz nach Österreich gekommen, wusste nix von Vignette und dann wurde 50m vor der deutschen Grenze heftig abkassiert – find ich immer noch kolossal unerfreulich und hat dazu geführt, dass ich Österreich erstmal von der Liste meiner Reiseziele gestrichen hab.

Übernachtung bei Wien. Hinter Wien haben wir dann doch einen Schlenker über Bratislava (d.h. die Slowakei) gemacht – da wurde man hinreichend an dem Grenzübergang auf Vignettenpflicht hingewiesen. Dann ein bisschen weiter östlich über die Donau nach Ungarn.

Wenn ich meine Eindrücke von der Slowakei vernünftig in Worte fassen könnte, würde ich Reiseschriftsteller werden. Kann ich aber nicht – aber der kurze Besuch hinterliess Eindrücke. Ich war in den frühen 90ern viel in den „fünf neuen Ländern“ Deutschlands unterwegs und fühlte mich schon viel darin erinnert.

Von Ungarn hab ich nicht ganz so viel mitbekommen weil wir überwiegend Autobahn gefahren sind. Überraschend flach war’s – da hatte ich bisher nicht drüber nachgedacht. Dann Übernachtung im ungarischen Szeged, der letzten größeren Stadt vor Rumänien.

Da sahen wir morgens einen Defender, der – wie sich später herausstellte – dahin fuhr, wo wir auch hin wollten. Rumänien ist ganz schön gammelig.

Das wars. Viel ist passiert, aber wenig geschrieben. 

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