34: postindustrielle Landschaften

Nacht an unserem aufregenden Stellplatz mit leichtem Donnergrollen – aber eigentlich gibt es in der Gegend keine Gewitter – viel Regen und Brandungslärm. Irgendwas machte in der Brandung immer wider laut PLATSCH. Erst dachte ich an einen Wal, aber dass passierte wohl immer, wenn die Brandung einen Felsen genau richtig traf.

Aufwachen im Regen. Wir beschließen direkt einzupacken und im Hotel Dubjavik zu frühstücken und packen im Regen in Rekordzeit zusammen. Eigentlich wollte ich nochmal in Knosseslaug schwimmen, aber da ich nur eine Bermuda Sohrts zum schwimmen habe, die ewig trocknet und selbst die Handtücher vom Vorabend noch tropfnass sind, lassen wir das. „Skinny Dipping“ scheint in Island nicht sozial akzeptiert zu sein und es stehen bereits wieder zwei Fahrzeuge auf dem Parkplatz vorm Schwimmbad.

Wir beschließen dann doch vor dem Frühstück noch die Strasse von Knosseslaug weiter nach Norden zu fahren. Fell heißt das letzte Gehöft. Zwei Wohnhäuser. Ehr langweilig.

Bei der Abzweigung zur 649 werden wir dann doch schwach, ignorieren die leeren Mägen und fahren Richtung Ingolfsfjördur nach Norden. Da gibt es eine verfallene Fischfabrik. Wir kriechen in den riesigen Heringsöltank. Surreal.

Vor Haireki gibt es einen Bauernhof, wo man wohl auch campen kann. Dann kam eine Furt, die uns zu nach all dem Regen und vor dem Frühstück zu heftig war, also zurück. Hätten wir die Furt gequert, wäre es laut Strassenkarte noch 3-4 Kilometer weiter nach Norden gegangen. Auf Wirtschaftswegen vermutlich auch noch ein Stück weiter.

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Auf dem Hof gab es einen Hund, der viel Spass daran hatte, das Auto zu verfolgen, aber viel schneller war als wir. Wir hätten vielleicht auf dem Hof nach Frühstück fragen sollen. Unter Strich waren das dann doch 3 Stunden nur 65 km für den kurzen Abstecher.

Kurz vor halb 12 trafen wir dann in Djupavik beim Hotel ein. Total voll mit Flohmarktgerümpel innen aber sehr nett. Mit Büchern, Spielen, Musik, Sofas und netten Leuten. Vielleicht wären wir da am Vortag doch besser nicht vorbei gefahren!

Es gab als Brunch Paprikasuppe, Toast-Sandwiches, und Kuchen. Claus aus Deutschland arbeitet den 8. Sommer in Djupavik hat in der verfallenen Heringsfabrik eine Ausstellung organisiert. Wir sind durch die Gebäude geturnt, die Kleinen haben in der Sonne gespielt, ich hab noch einen Fischöltank besucht und dann ging es weiter nach Holmavik (60 km, 1:30 h Fahrt).

Da fanden wir nach einigem Suchen das Museum für Zauberei und Hexenkunst (N 65.70661°  W 21.66537°) – einen Besuch Wert, sehr professionell gemacht und nicht zu gross. Da jemand nicht im angeschlossenen Muschelrestaurant essen wollte/konnte, gingen wir in’s nächste Restaurant. Da hab ich Walfleisch probiert – was nie wieder passieren wird. Obendrein hab ich nachher moralische Bedenken wegen der Wale bekommen. Aber jetzt hab ich wenigstens eine Fakten-basierte Meinung zu Walfleisch.

Campen oder ein festes Dach? Wir endeten in einem „Farm-Holidays Guesthouse/Hostel“ (N 65.63720°  W 21.57483°) und … naja, Campen wäre die bessere Entscheidung gewesen, aber wenigstens war es mit 80 Euro für 5 Personen für isländische Verhältnisse spottbillig.

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  1. Island 2013 | Daheim & Unterwegs - 2013-12-22

    […] vie Freude hatten wir an der Langhanes Halbinsel, der Gegend um Lokinhamrar und Strandir. Aber spektakuläre Ruinen gibt es eigentlich überall.  Das “Künstlerdorf” Selardalur […]

  2. 35: in’s Hochland nach Laugarfell | Daheim & Unterwegs - 2014-01-05

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