22: ins Hochland

Morgens weniger Regen, als am Vorabend, aber es war eine nasse Nacht. Erstmals Duschen mit Thermalwasser. Das Stinkt nach Ei. Sehr. Einige freuen sich über die Ausrede, nicht duschen zu müssen.

Wir hatten am Vorabend Wäsche zum Wäschen abgegeben, und um 10 soll sie fertig sein. Fachsimpeln mit diversen anderen Campern. Uns werden Pistenzustandsberichte abverlangt, die wir gerne geben. Allerdings merken wir, dass wir aus den anderen Reisenden nur sehr wenig verwertbare Reiseinspiration bekommen können. „Wo müssen wir umbedingt hin?“ – „Öh. Geysir und Golden Cycle und so.“ – Wo hat es Euch denn am besten gefallen?“ … da hab ich bisher keinmal eine Antwort drauf bekommen. Seltsam.

Wir wollten nach Askia. Aber nicht die inzwischen wohl gut ausgebaute, touristisch erschlossene östliche Route – von Touristenbussen hatten wir erstmal genug. Lieber westlich auf einer Strecke, die in vielen Karten gar nicht eingezeichnet ist. Also einfach vom Myvatn einem Wegweiser „Suduarbotnar“ bei 65° 33.145′, -16° 58.585′  gefolgt, der uns bei der Suche nach einem Campingplatz am Vortag aufgefallen war. Erst Feldweg, dann Piste.

Immer wider Abzweige, aber im großen und ganzen ist es klar, wo es lang geht. Fußspuren vor uns auf der Piste. Irgendwann eine Furt. Dahinter Wanderer. Die machen die Kamera bereit. Ich zeige an, dass ich erst prüfen will. Die zeigen an, es ging nur bis zu den Waden. Also durch. Vielleicht 35 cm waren es. (N 65.35561°  W 17.09279°)

Auf der anderen Seite großes Hallo. 2 Japaner die durch Island wandern. Fototermin.

Am Sellandafjall vorbei. Langsame Fahrt über Lavafelder. Spannende Strecke mit Pfosten markiert. Ein Lada Niva aus Deutschland überholt. „Folg dem Lada durch die Lava“. Irgendwann unscheinbares Schild „Askia“ rechts. Mehr Lavafelder. Schritttempo. Rechts abbiegen zur Hütte Botin (die Gegend heisst wohl Suðurárbotnar).  Ich fand sie romantisch, der Rest der Familie fand sie ranzig und wollte da nicht übernachten. Es gibt auch nichts, wo man ein Zelt aufstellen könnte. Unglaublicher Ort. Mittagspause.

Askia wollen wir dann doch nicht. Das wären noch ein paar Stunden gehoppelt über Lavafelder und dann Touristenrummel. Den interessanten Teil von Askia kann man nicht mit dem Auto anfahren sondern hat 1h Wanderung vor sich. Der Aufstieg wäre Frau Kleinkind zu viel. Also abbiegen nach Nord/West, da soll morgen die Sonne scheinen.

Richtung Westen nach Svartarkot auf die 843. Die ersten Kilometer der Strecke gingen an einer wunderbaren „Flussaue“ vorbei. Dabei an einer „Outlaw Hütte“ vorbeigekommen (N 65.26905°  W 17.06655°). Insgesamt war dies die schönste Tagesetappe der ganzen Reise.

Campingplatz am Godafoss behagt uns nicht. Der Wasserfall haut uns auch nicht so um. Ein bisschen weiter westlich in Hrafnagil (südlich von Akureyri, bei 65° 34.404’N, 18° 5.227’W) finden wir was, wo wir endlich unsere „Campingcard“ nutzen konnten. Wir stehen direkt am Fluss. Sternklare Nacht. Abends schon bitterkalt. In der Nacht unter 0.

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  1. Island 2013 | Daheim & Unterwegs - 2013-12-22

    […] wollte da nicht übernachten. Es gibt auch nichts, wo man ein Zelt aufstellen könnte. Wir waren an Tag 22 […]

  2. 23: der lange, sonnige Morgen. | Daheim & Unterwegs - 2013-12-22

    […] Nacht war es in Hrafnagil unter Null und mit unsrem Stellplatz direkt am Wasser wirklich frostig. Aber morgens knallte die Sonne und wir bummelten. Und bummelten. Und plauderten […]

  3. 21: klassischer Island Tourismus | Daheim & Unterwegs - 2014-01-05

    […] Am nächsten Tag sollte es dann ins Hochland gehen. […]

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