Immer der Sonne nach: Tag 5 – Arbeit

IMG_2674-1

Oben Sonne, unten Schatten.

Der 4 Tag unserer Tour war ehr nicht so berichtenswert. Kühler Morgen, finsteres Tal, aber sonnenbeschienene Berge. Bäckerei, viel Autobahn, Mittagessen vor einem Supermarkt. Dann Fabrikbesuch, Fertigungsbesichtigung. Grosse CNC-Fräsen, Holzlager, Verhandlungen. Kinder sind sehr brav.

Weiter Richtung Norden. Wir haben die Seen rund ums Tessin im Auge. Im Campingführer hatten wir uns Camping Lago Azzurro ausgeguckt. Vor Ort sank uns aber das Herz: Dauercamper wie die Hühner auf der Stange. Nee, so gar nicht unser Ding.

Schlechte Stimmung. Suche im Campingführer.

Leicht geneigtes Wiesenlände mit zahlreichen Bäumen.  Zwischen Wald und einem Bach. Angrenzend ein kleiner Waldsee.

TCS – Camping Parco al Sole. Das klingt doch, wie etwas das wir suchen! Leider noch etwa eine Stunde Fahrt entfernt, aber da müssen wir wohl durch. Los geht’s.

In Meride wird die Innenstadt umgebaut. Wir lernen, dass der Campingplatz in Mendrisio liegt, einem Ortsteil, der 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt ist. Anruf beim Campingplatz. Ja, sie schliessen jetzt, aber sie warten auf uns. An einem spektakulären Steinbruch vorbei erreichen wir den Campingplatz. Ein bisschen Schattig, aber schön.

IMG_6538

Stellplatz am nächsten Morgen – das mit der Sonne hat geklappt.

Ein deutscher VW Bus, drei abseits stehende Wohnmobile und das war es auch schon. Wir überlegen, wie morgens die Sonne steht, und platzieren uns auf einem angeschobenen Plateau mit dem Buschtaxi als Isolation zwischen Zelt und Fluss.

meride-camping-14_508_304.8

Es ist organisiert, wie man sich die Schweiz vorstellt. Zettel ausfüllen. Schild ans Auto. Bestelliste für Brot am Morgen. Im „Grotte“ gibt es ein Kaminfeuer, Würstchen, Steaks und Fritten sowie die lokale Limmo.

Zelt aufbauen ist nicht ganz so lustig, weil der Boden steinhart ist. Da es gleichzeitig windig ist, denke ich über zusätzliche Abspannleinen nach. Viele der vorhandenen Leinen sicher ich mit zwei Heringen.

Es wird schattig, windig, feucht und Kühl, aber vor dem Kamin kann man es aushalten. Eine Ordentlich stürmische Nacht steht und bevor. Nachts Radau. Die (korrekt abgespannte) Markise ist abgehoben, hat eine Stange ausgerissen und ist dann unsanft gelandet. Ich stehe in Boxershorts im Sturm und sammele die Bruchstücke ein. Unser erster Schaden auf der Reise – und es sollte nicht der letzte in Meride sein.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s