Immer der Sonne Nach: Tag 2

Der zweite Tag unser Pfingsferientour bringt uns weiter nach Süden. Am ersten Tag waren wir bis ins Elsas vorgestossen und hatten unsere erste Nacht als komplette Familie auf dem Campingplatz verbracht.

Aufwachen: natürlich um kurz vor 6 – so sind wir. Vogelgezwitscher. Nett. Bei uns zuhause herrscht ziemliche Vogel-Armut. AufgewachtLeise – wir wollen ja nicht alle auf dem Campingplatz – schleichen wir grossen nacheinander zur Dusche. Ja zuhause duschen geht einfacher. Insbesondere Ablageflächen fehlen – wie sorg ich dafür, das nicht all mein Kram nass wird? Ich Zweifel schon an meinem Glück, aber nach gefühlten 15 Minuten wird das Wasser wärmlich – und das ohne dafür zahlen zu müssen. Duschkopf sitzt zu niedrig und Wasser ist zu spärlich um Bart und Haupthaar wirklich spassig zu waschen, aber was soll’s.

Langsam wird der Rest des Campingplatzes wach, wie lassen die Kinder frei und packen ein. Warten auf 8:00h, ab da soll die Rezeption besetzt sein. Ist sie auch. Baguette gibt’s nur für Leute, die vorbestellt haben. Gut 14 € kostet unserer Aufenthalt. So günstig haben wir noch nie übernachtet, allerdings weist Primus darauf hin, das wir auch Abschreibung für Auto & Zelt einrechnen müssten.

BäckkereiCampingplatz L’Oasis – da fahren wir noch mal hin – auch wenn die Sanitäranlagen die schlechtesten während der ganzen Reise waren.

Im Dorf findet sich ein Bäcker – schnell mit Leckerreien eingedeckt und dann weiter gen Süden. Wohin genau? Eigentlich hatten wir auf der Französischen Seite Richtung Besancon oder Genf fahren wollen. Ein Blick in Weather Pro hatte uns aber klar gemacht, dass eigentlich überall, ausser in Italien Sauwetter ist. Dann eben über den St. Bernard nach Italien.

Berge!Der Tag besteht überwiegend aus Autofahren. Recht schnell sind wir in der Schweitz. Vignette kaufen, Mittagessen bei Mc Donalds, weil wir nix besseres finden, leichte Enttäuschung über den Mangel an Bergen. Grössere Enttäuschung, als wir lesen, dass eigentlich alle Alpenpässe gesperrt sind und wir einen Tunnel nehmen müssen. Bei Lusann Starkregen und falsche Autobahnabzweigung. Die Stimmung ist nicht unendlich gut. Richtung Sankt Bernhard Tunnel wird es dann aber angemessen bergig. Und endlich Sonne statt Regen.

SchneeballschlachtVor dem Tunnel noch aussteigen und Schabernack mit Schnee treiben. Der Tunnel kostet Geld und sieht nicht modern aus. Grenzkonttrolle (d.h. Durchwinken) am Tunnelportal, dann knapp 6 km unter dem Berg durch. Irgendwo da drin ein Schild, dass man jetzt in Italien ist.

Italien! Da war ich zu letzt vor 20 Jahren. Die mit reisenden Damen waren noch gar nicht da, Primus und Secundus konnten sich weltmännisch geben: sie waren schonmal mit ihren Großeltern in Venedig.

Dummerweise war das Wetter gar nicht, wie man sich so Italien vorstellt. Aus dem Tunnel ging es bergab in das Aoste Tal (ja, wir hatten entsprechende Würste dabei). Wolken! Nieselregen! Schnell weiter nach Süden.

Italien

Da wo wir so hin wollten, fanden sich im Campingführer gar nciht so viele Campingplätze. Wir fuhren nach Alba in Piedmont. Am Campingplatz-Eingang herrscht Linksverkehr. Wir schaffen es, 1 Minute vor Büroschluss einzuchecken und suchen uns am hintersten Ende des Campingplatzes ein Plätzchen. Gegenüber ein Deutscher Bully. So eine Feuerschüssel, wie die brauchen wir! Zelt aufbauen und wir entschließen uns zum Pizzaessen zu … fahren. Gehen wäre vermutlich zu viel für Tertia. IMG_2536Wir sind hungrig und nach der unerwartet langen Fahrerei gereizt. Buschtaxi in der Innenstadt parken geht besser, als erwartet. Die empfohlene Pizzeria scheint gut zu sein: es ist nicht nur kein Sitzplatz frei, sondern es stehen auch ca 20 Leute für Take-Out an.

Where To? lotste uns 500m weiter zu einer Pizzeria, die wie der übliche Diner/Pizza Imbiss in Deutschland aussah. Allerdings gab es ganz andre Pizzasorten, als daheim. Primus war sehr enttäuscht, dass es keine Pizza Margherita gab. Wir nehmen die Pizza mit, speisen auf dem Campingplatz und dann schnell ins Bett.

Viel Vogelgezwitscher. Dann eine Nachtigall. Hach.

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  1. Immer der Sonne nach: Tag 3 | Daheim & Unterwegs - 2013-06-14

    […] dem stressigen Tag gestern: Italien wie man es sich denkt! Die Nacht angenehm warm. Vogelgezwitscher. Die Pizza schwer im […]

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