Befahrung Trou d’Haquin

Mit Tony ging es heute in die Trou d’Haquin. Der unverzichtbaren Belgian Cave Guide: 25 classic trips folgend ging es in die 1.7 km lange und 56 m tiefe Höhle. Die Höhle ist als „pour le guidage touristique et sportif“ freigegeben und gilt zusammen mit der Sainte-Anne als extrem heruntergekommen. Sie wird von der Stadt Lustin als Touristenattraktion vermarktet und regelmässig von vor allem Niederländischen Jugendgrupppen und Team-Building Massnamen genutzt.

Vom Caving Guide als „easy to medium“ eingestuft, sieht es bei einigen Internet-Quellen so aus, als sei das ganze ohne SRT gar nicht möglich. Tony meinte das ging schon („ich hab den Sitzgurt nur für meinen Schleifsack dabei“).

BildDen Haupteingang (bei 50.37 4.911, Parken beim Chemin d’Hestroy 15-33, 5170 Profondeville, Belgium, dann dem Pfad bis zum zweiten Waldstück folgen) bekamen wir nicht auf, aber zu einem kleinen vertikalen Nebeneingang ein paar Meter weiter nördlich passte der Schlüssel. Ein paar Wochen vorher war es hier noch richtig nass, wir kamen aber in die „Trompettes“ ohne sonderlich nass zu werden.

Dann ging es durch die  „Salle du Tunnel“  zum „Sentinel“, der „Galerie de la Cascade Polet“ und an dem „Siphon Temporaire“ sind wir dann vor dem „Reseau du C.R.S. / Nouveau Reseau“ umgekehrt. Die 2002 zugelehmte Stelle haben wir aber befahren – die war wieder aufgegraben und wir mussten nur ein bisschen Bachkies wegräumen, damit alle durchpassten.

Dann in den klassischen Teil durch das „Paradies“ in das „Colimacon“. Ich glaube vor der „Salle de Minuit“ sind wir dann umgedreht.

Zurück sollte es durch die selektive Engstelle „Le Boite aux Lettres“ („Briefkasten“) gehen, aber vor lauter Humanschliff hab ich es nicht mal bis zur eigentlichen Engstelle geschafft – die Tony prospektierte und als hoch unerfreulich beschrieb.

Also mehr oder weniger die gleiche Strecke zurück.

Ich fand die Höhle extrem unübersichtlich. Eine Stelle, durch die wir definitiv abgestiegen waren, kam ich nicht so recht hoch. 10 Schritte zurück, sah ich eine Stelle, durch die wir auch abgestiegen waren – was meine recht charakteristischen Fußabdrücke bewiesen. Muss irgendwo bei dem „Sentinel“ gewesen sein. In der Gegend haben wir auch einen Feuersalamander gesehen.

Im Eingangsbereich waren wir uns dann nicht mehr ganz klar über den Weg („unter dem Wasserfall durch? neee!“), kamen dann aber wieder erwarten zu der Tür des Haupteingangs, wo wir von innen das Schloss bewundern konnten, dass wir am Anfang nicht aufbekommen hatten.

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(Fotos von Ph. Gaëtan Rochez)

3 Stunden waren wir ohne Getrödel unterwegs und es war eine muntere Kraxelei. Es gibt aber nicht nur kraxeln und Engstellen, sondern ganz ernstzunehmende Hallen. Humanschliff überall und der Sinter ist ganz sicher nicht unberührt, aber Geologie selbst geht ja nicht so schnell kaputt: die Höhle hat reichlich Laugformen, Dekenformationen und Auswaschungen zu bieten.  Im grossen und ganzen sind wir auch nicht allzu nass geworden.

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Weiterführendes:

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  1. SAGA Ausflug zur Trou d’Haquin | Daheim & Unterwegs - 2013-07-21

    […] Arbeitsgemeinschaft Aachen” (SAGA) hatte kürzlich eine “Ausbildungsfahrt” zur Trou d’Haquin […]

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