Grotte de Lanans

Nach dem Flop mit der Grotte d’en Versenne und ein bisschen Karstquellenbesichtigung sollte es jetzt noch die Grotte de Lanans geben. Stabiles Wetter, also zeit für eine Wasserhöhle. Die Höhle liegt bei N 47.2831, E 6.4706 mit Parkmöglichkeit etwas weiter Nördlich am Weg. Ein Schild an der Wiese warnt vor “wilden Stieren” und Kuhglockengeläut deutete tatsächlich auf die Anwesenheit von Rindviechern hin. Der Zustieg ist in einer Doline mit Gestrüpp ca. 15m vom Weg und man kann entweder quer über die zum Teil recht sumpfige Weide gehen, oder sich etwas weiter östlich am Feldrand entlang schlagen und dann durch den Grünstreifen zur Doline.

Die ersten 10 Meter der Höhle sind schlammig und aufgegraben, aber schon mit erstem Sinter Schmuck. Ab da gibt es kaum Fels und fast nur noch Sinter. Ein Stark versinterter Mäander mit bis zu 15 m Höhe macht den ersten Teil der Höhle aus. Teilweise im Bach befahrbar, teilweise im Deckenbereich. Immer wieder Auf- und Abstieg zwischen dem Bachbett und einer oberen Etage mit Sinternden. Einige Kletterstellen, zum Teil mit recht anspruchsvollem Aufstieg und 10 m frei im Männer auf und ab. Gut 10 m Seil und 2 m Strickleiter o ä empfohlen.

Dann die “Cascade” ein vielleicht 3m hoher und 2m überhängender Wasserfall. Es gibt einen Ankerpunkt und ein Seil war befestigt. Aufstieg an der Stelle ist nicht ganz trivial, wir hatten eine Petzl Gradistep dabei, die beim Aufstieg viel Freude bereitete.

Bis zur Cascade gab es enorme Befahrungsspuren, danach nahmen die Beschädigungen deutlich ab.

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Der Fluss wechselt hinter dem Wasserfall die Richtung um 90 Grad nach rechts und es gibt einige wässire Schlupfe. Spätestens hier ist Neopren angebracht, aber auch schon im Eingangsbereich geht es gelegentlich auf die Knie im Fluss. Die Höhle wird nach der Cascade deutlich niedriger, ist aber grösstenteils angenehm und ohne Kletterreien zu befahren. Im hinteren Bereich deutlich weniger Tropfsteine, am Ende eine Halle mit massivem Versturz. Hier sollte eigentlich die Gouffre du Beuillet sein, ist sie aber nicht.

Holzreste zeigen, dass es hier vor einiger Zeit eine Tagöffnung gegeben haben muss. Diverse Berichte deuten an, dass der Durchstieg nicht mehr möglich ist. Furt uns sieht es von unten aus, als sei einfach eine Doline zugeschoben, im Nachhinein scheint es aber, als sie die Lage komplexer – wir hätten am Ende vielleicht besser nochmal von der Seite Gouffre du Beuillet geschaut.

Links vom Versturz ist ein Schacht nach unten betoniert, der im Geröll endet – offensichtlich knapp über dem Fluss. War uns seh unverständlich, was dass soll.

Also Rückzug zum Eingang. Die saubere Ausrüstung widre auf den letzten 10m noch einmal so richtig eingesifft. Baden in einer Pfütze auf der Kuhwiese. Die Befahrungsdauer war 4 Stunden und eigentlich müsste man nochmal mit voller Foto-Ausrüstung wieder kommen.

2 comments on “Grotte de Lanans

  1. roger
    2012-07-24 at 09:35 #

    Die Lanans haben wir 1992 oder 1993 noch durchgehend befahren können. Wir sind durch die kleine Doline rein, dem Höhlenbach bachabwärts gefolgt, über die Cascade abgestiegen und durch die große, stark verstürzte Doline wieder raus. Dass es noch in den 90ern in der Lanans zu einem Verbruchereignis gekommen sein soll, habe ich auch gehört. Ich dachte aber immer, der ausgebuddelte Schluf in der großen Doline sei eingestürzt.

Trackbacks/Pingbacks

  1. Frankreich Tour des Arbeitskreis Kluterthöhle 2012 | Daheim & Unterwegs - 2013-03-18

    […] Grotte de Lanans – schöne Wasserhöhle mit einigem an Kletterrei und sehr viel Sinter […]

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