Grundausrüstung für Höhlenforscherbesuche

Ein paar Tipps für Personen, die bei den Touren des Arbeitskreis Kluterthöhle mitkommen. Gilt natürlich auch für andere Höhlenvereine. Unsere bergischen und sauerländischen Lokal-Höhlen sind in aller Regel horizontal und kommen ohne Geklettere aus. Sie sind auch so trocken, das man keinen Neoprenanzug braucht. Dafür sind sie gelegentlich ehr kleinräumig.

Was man braucht ist ein Helm mit einem ordentlichem Licht, das mindestens 8h durchhält – Batterieen prüfen. Beides kann man sich auch problemlos von einem Höhlenforscherkollegen leihen, sollte man aber schon im Vorfeld abklären, denn niemand schleppt jedes mal einen Reservehelm ohne Bedarf zur Höhle. Bergsteigerhelm mit Stirnlampe geht auch. Fahrradhelm auch, aber da ist die Stirnlampe schwierig zu befestigen – Panzertape hilft. Taschenlampen sind doof.

Dazu kommt ein paar Handschuhe und „festes Schuhwerk“, möglichst keine Halbschuhe. Gummistiefel sind eigentlich nie falsch, Bergstiefel sind auch fein, aber nachher schwieriger sauber zu kriegen. Knieschoner erhöhen den Krabbelkomfort.

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Höhlen sind schumutzig. Mir fällt keine Tätigkeit ein, bei der man schmutziger wird. Man sollte also auf jeden Fall Kleider tragen, die gut zu reinigen sind und bei denen es nicht schlimm ist, wenn sie nie weider ganz sauber werden. Ein Sonderfall ist die Kluterthöhle, die durch jahrhundertelangen Tourismus „ausgeputzt“ ist. Hier kommt man oft mit ein paar Lehmspuren davon. Gennerell gilt die Regel: „was einmal in der Höhle war, kann man nie wieder auf einer Hochzeit anziehen.“

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Unsere Höhlen sind das ganze Jahr ca. 8 C kalt. Das ist recht angenehm, aber Feuchtigkeit von innen (Schweiss) und aussen (Tropfwasser) können dsa schnell unangenehm machen. Ausserdem verbringt man recht viel Zeit hockend oder liegend unbewegt auf dem 8 C kalten Boden. Baumwolle sollte man vermeiden -zumindest am Oberkörper. Fleece & Co sind die optimalen Materialien für die unteren Kleidungsschichten. Kleider zum wechseln nach dem Höhlenbesuch sind sicher nicht falsch. Höhlenforscher ziehen sich in aller Regel vor dem Kofferraum um, man sollte seine Ausrüstung und/oder Scharmgrenzen darauf einrichten.

Zusätzliches Gepäck mitzuschleppen sollte man auch vermeiden, dass kann sehr lästig werden. Wer Andenken-Fotos machen will, sollte im Auge behalten, dass Kameras sehr leicht sehr stark leiden und die Ausleuchtung von Höhlenszenen extrem schwierig ist. Für Schnappschüsse reicht aber oft auch ein Smartphone in einem Küchenbeutel.

Das war es an Ausrüstung. Die Grundzüge des Höhlenschutzes sollte man sich durchgelesen haben. Zu wissen, dass es einen Alarmplan für Höhlenrettung gibt, ist auch nicht falsch.

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