Nie wieder!

ich reise gern ins blaue hinein und schlafe jeden Tag in einem anderen Bett. schon meinen erste Auto-Reise alleine war so eine Tour. Ich lebe gut und gerne aus dem Koffer und hab reichlich ??bung darin, wie man ein Hotelzimmer ohne grossen Stress verl??sst (nie was in Schubladen und Schr??nke tun) wie man Etwas aus einem Koffer nimmt ohne ihn auszupacken und wie man sich generell mit dem Strom der Reise treiben l??sst. Man geht aufs Klo, wenn ein sauberes Klo in Sichtweite ist und wenn nicht laesst man es, Mann ist, wenn es was ordentliches gibt und wenn nicht schiebt man Kohldampf (und ern??hrt die Gattin mit Schokoriegeln). wenn das Essen k??stlich ist, ist das toll und wenn nicht, macht es wenigstens satt. Man treibt mit dem Strom der Reise, bietet minimale Angriffsfl??che f??r Ungl??cke und genie??t das leben. so kann man eine Rundreise von 2000 km in 3 Tagen machen und sich pr??chtig entspannen (meine Weihnachtsferien).

Kinder k??nnen das nicht. Ihnen fehlt der Rythmus. Ihnen fehlt die Kompromissbereitschaft.Ganz nat??rlich.

Das bedeutet die Mitreisenden Erwachsenen m??ssen das Metronom sein. Und wenn man nur ein mitreisender Erwachsener ist, dann muss man das 24h am Tag sein.

Mann muss daf??r sorgen, dass Aufgestanden wird, das ins Bett gegangen wird, dsa sich angezogen wird, das sch ausgezogen wird, das Z??hne geputzt werden, dass sich gewaschen wird. Das der Koffer gepackt wird, dass der Koffer wirklich gepackt wird, dass vor der Abfahrt aufs Klo gegangen wird, dass 30 Minuten nach der Abfahrt ein Klo gefunden wird, dass sichergestellt wird, dass dies Klo keine komischen Ger??usche macht, dass nach der Klo Benutzung alles sauber ist (Gipsarm!), dass man sich ums Essen k??mmert, bevor man hungrig, wie ein Wolf ist, dass man nicht die Lieblingskleider, sondern die passenden Kleider anzieht, dass das Essen genau das ist was man sich vorstellt und auch noch genau so schmeckt, wie man es gerne h??tte, usw. usw. Alles Probleme, die man ich zuhause hat, die sich aber bei einer Tour potenzieren. Es gibt keine Routinen und keinen Rythmus. Drei mal t??glich das Essens-Spektakel. Es endet so, dass ich die Karte 2 mal ??bersetze und interpretiere, dann kommt der Kellner und f??r mich selbst kann ich dann nur noch etwas aus dem Ged??chnis bestellen. Dazu die Tatsache, das ich genug von der Speisekarte selbst nicht genau verstehe. Was ist French Toast genau? woraus bestehen Hash Browns? Frag doch mal den Kellner!

Dazu kommt t??glich die Reiseplanung: Wo hin als n??chstes? wo ist es sch??n und wo bekommt man ein Zimmer? wo kann es interessante Ziele f??r die Kinder geben? Ich bilde mir ein, ganz interessante Tourziele auftun zu k??nnen, aber das ist bekanntlich 5 % Inspiration und 95 % transpiration.

Und w??hrend man auf englicch mit einem indischen Callcenter Agenten ??ber Hotellzimmerpreise verhandelt, fangen die Kinder neben meinem Ohr einen Streit an. ??berhaupt Streit: Geschwisterkinder scheinen sehr viel territorialer sein, als Einzelkinder. Wehe ein Kleidungsst??ck vom einen landet im Koffer vom anderen. das macht das t??gliche ein- und auspacken bedeutend nervenaufreibender.

Alles in allem hat dieser Urlaub deutlich zu viele ??hnlichkeit mit meinem Berufsalltag um entspannend zu sein. Deshalb fliegen wir zur allseitigen Entspannung 5 Tage fr??her nach Hause.

One comment on “Nie wieder!

  1. Anonymous
    2010-07-27 at 16:31 #

    Klare Worte! Guten Flug…

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