Blogparade: Woher holt Ihr euch eure Inspirationen

In einer Blogparade ruft Renato Mitra dazu auf, zu beschreiben, woher sich die Blogwelt Inspirationen holt.

Für mich sind Inspirationen ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren. Sie kommen von innen, können von außen angeregt oder durch einen selbst methodisch hervorgelockt werden.

Meistens kommen Inspirationen von selbst, wenn man entspannt ist, zum Beispiel unter der Dusche, beim Spazierengehen oder Spülen. Wichtig dabei ist allerdings, dass man sich den Dingen, die man macht bewusst widmet, sich ganz der Tätigkeit hingibt und nicht während dessen über Probleme nachdenkt.

Irgendwann ist man so entspannt, dass das Gehirn seine gesamte Leistung dem Unterbewusstsein widmen kann und man fühlt sich, als wäre man leicht weggetreten. Ähnlich wie bei der Meditation. In diesem Zustand arbeitet das Gehirn von selbst, führt Gedanken zusammen und bringt neue Erkenntnisse und Inspirationen ans Tageslicht.

Wann bekommt man keine Inspirationen?

Ein großes Problem mit Inspirationen ist, dass sie nicht kommen, wenn man sie ganz dringend haben will oder braucht. Wenn man verkrampft ist, bleiben die guten Einfälle lieber fern, denn Entspannung ist ein wesentlicher Faktor zur Ideenfindung.

Inspirationskiller:

1. Negative Affirmationen
Sätze wie: „Mir fällt ohnehin nichts ein. Ich bin nicht kreativ. Ich bin blockiert.“ bewirken genau das. Wie hat Henry Ford so schön gesagt: „Whether you believe you can do a thing or not, you are right.“

2. Falsche Ernährung
Zu viel Süßes, Pizza und Fastfood machen schlapp. Wichtig ist viel Obst und Gemüse. Gerne auch mal roh und Wasser.

3. Keine frische Luft und Bewegung
Wenn es mal gar nicht klappt mit der Inspiration, tut ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft oft wahre Wunder. Allerdings sollte man dabei nicht über das Problem nachdenken, sondern den Geist einfach wandern lassen oder einfach versuchen alles um einen herum ganz bewusst wahrzunehmen.

4. Zu wenig Abwechslung
Wer jeden Tag immer das gleiche tut, immer wieder den gleichen Weg zur Arbeit fährt, keine Abwechslung in sein Leben bringt, wird es schwer haben, inspiriert zu werden.

Inspirationen kommen zwar aus dem Unterbewusstsein, bis es aber welche werden, muss man auch einiges dafür tun. Das wichtigste ist, dass Input in verschiedenen Formen erfolgen muss, möglichst bunt, anders, aufregend, gerne auch mal verückt, je nach dem wozu man inspirert werden möchte.

Quellen für spätere Inspirationen:

  • Bücher

    Bücher sind eine ganz wunderbare Inspirationsquelle. Bücher lesen will allerdings gelernt sein. Ein Buch von hinten bis vorne lesen und dann weglegen bringt es aber nicht. Man sollte sich mit den Ideen des Autors auseinander setzen. Sich Notizen machen und auch seine Gedanken und Fragen während des Lesens aufschreiben. Sich selbst zu fragen, ob man den Ideen zustimmen kann, oder ob man an einigen Stellen ganz anderer Meinung ist. Ideen des Autors weiterspinnen.

    Reviews über Bücher eignen sich auch besonders als Blogpostings, so kann man direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

  • Vorträge

    Vorträge wie Bücher eignen sich ganz hervorragend zur Gewinnung neuer Ideen. Dies kann auf zwei Arten erfolgen. Entweder man ist total fasziniert und lauscht dem Vortrag oder man ist so gelangweilt, dass man ganz entspannt die Gedanken schweifen lässt.

    Beim einen ist es wichtig wie beim Buch auch, die wichtigsten Punkte des Vortrages sowie auch die eigenen Gedanken aufzuschreiben. Beim anderen arbeitet das Unterbewusstsein von ganz allein. Aufschreiben sollte man die so gewonnenen Ideen aber trotzdem, damit sie nicht verloren gehen.

  • Blog-Postings oder Artikel

    Auch hier heißt es, ein Blogposting nach dem anderen im Feedreader zu verschlingen bringt nichts. Man sollte die Ideen und Gedankengänge des Autors nachverfolgen und sich selbst eine Meinung dazu bilden. In vielen Postings lässt sich ein Gedanke finden, aus dem man selbst ein eigenes Posting machen kann.

  • Kommentare zu Blogposts

    Ebenso wie Blogposts können auch Kommentare eine gute Inspiration sein. Oftmals haben Leser im eigenen und natürlich auch in anderen Blogs interessante Anregungen zum Thema, die wieder selbst zum Thema werden können.

  • Gespräche mit anderen

    Oft hat man auch in Gesprächen mit anderen Ideen zu guten Postings. Manchmal ist es auch so, dass ich über ein Thema über das ich schreiben möchte, mit jemanden diskutiere und der wieder eine ganz andere Sicht hat und Anregungen gibt, die ich vorher nicht gesehen habe und aus dem ursprünglichen Posting eigentlich etwas ganz anderes wird als ursprünglich geplant.

  • Beobachtungen

    Ganz leicht kann man auch von Dingen inspiriert werden, die man sieht oder hört. Wenn man einfach mal mit offenen Augen durch die Stadt geht und die Leute, ihre Kommunikation miteindander oder eben auch nicht beobachtet. Kleider, Verhalten, Sprache, Einkäufe …

    Auch Plakate können inspirierend sein, Schilder eigentlich findet man Inspirationen überall, man muss nur offfen dafür sein und mit offenen Augen und Ohren durch die Welt laufen. Wer in Gedanken versunken rumläuft und Probleme wälzt kann niemals inspiriert werden. Ganz wichtig ist auch, dass man sich bei allem immer wieder fragt: „Warum?“ „Warum ist das so, warum ist das nicht anders? Was wäre, wenn es anders wäre? Wohin führt uns das ganze?“ Wer nicht fragt, bleibt dumm und inspirationslos.

  • Himmlische Eingebung

    Manche Leute sind einfach aus dem Nichts inspiriert. Sie schreiben Texte in einem durch ohne nachzudenken und empfinden danach als hätte der heilige Geist oder das Universum ihnen persönlich die Texte diktiert.

    Natürlich hat man Inspirationen nicht immer nur im Zustand totaler Entspannung. Nein, auch beim Input selbst hat man oft spontan Ideen. Manchmal klappt es aber weder mit der Entspannung noch kann man spontane Einfälle während des Inputs verbuchen. Dann muss man versuchen anderweitig an Inspirationen zu kommen.

Wie man Inspirationen herauskitzeln kann

Hat man immer wieder frischen Input, aber dennoch keine spontanen guten Ideen, kann man der Inspiration auch ein bisschen auf die Sprünge helfen. Was ich in diesem Zusammenhang für eine sehr gute Idee halte, und auch selbst praktiziere, ist eine Liste mit 100 Ideen für Postings zu schreiben. Das hört sich zwar sehr viel an, doch wenn man einmal dran ist kommt man vom Hölzchen auf’s Stöckchen und aus dem einen Thema entwickelt sich das nächste.

Eine andere Variante ist, sich ein Thema herauszugreifen, von dem man sich immer wieder gefragt hat „Wieso ist das eigentlich so?“ und eine Mindmap oder eine Conceptmap dazu zu zeichnen. Beim Zeichnen hat man immer wieder neue Ideen, zum Teil können sich Teiläste der Mindmap oder Teile der Conceptmap zu eigenen Themenbereichen und Postingideen entwickeln.

Zusammenfassung

Inspirationen kann man nicht erzwingen, die kommen von alleine. Allerdings nicht ganz von alleine, man muss schon für den richtigen Input sorgen. Falls das nicht reicht, kann man gelegentlich auch mal nachhelfen.

2 comments on “Blogparade: Woher holt Ihr euch eure Inspirationen

  1. mdornseif
    2008-10-16 at 07:42 #

    Noch ein guter Ort der Inspiration: Gottesdienste.

    Neben der spirituellen Faktoren, ist das einer der Wenigen Orte, wo man wirklich mal in Ruhe gelassen wird, keiner was von einem will und kein Mobiltelefon klingelt.

    This comment was originally posted on 20070801T06:00:24

  2. Rene
    2010-01-19 at 16:56 #

    Ich empfehle Joggen… dabei hat man besonders gute Assoziationen. Wieder daheim kann man daraus eine kohärente Story machen.

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