Offroad-Wohnwagen

Mir war nach einem separaten Kinderzimmer. Das kam mit dabei unter:

Der Bushcamper ist hübsch und billig.

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Der Volker Lapp Trailer 340. Scheinbar ist was an mir vorbei gezogen, dass ich Herrn Lapp nicht kenne. Aber er scheint erhebliche Probleme zu haben, einen dauerhaften Produktionspartner zu halten.

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Offroad-Caravan 2 (X-Indoor) von Moser ist ehr unscheinbar.

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Der Kip Shelter Offroad kantig.

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Den KULBA Teardrop Caravan gibt es auch in einer Offroad-Variante.

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Und dan ist da die große Lösung: FM I & 1.5 t Einachser.

Buch: „No worries, too easy“. Australien von S+B Koch

„No worries, too easy!“ ist das zweite Buch von Sabine und Burkhard Koch. Die beiden haben es geschafft durch konsequente Umsetzung eines Lebens auf Reisen mit ihrer Pistenkuh zu einer Marke in der Weltreisenden-Szene zu werden. Wobei inzwischen scheinbar die nach 10 Jahren die „Pistenkuh“ nicht mehr ein einzelnes Fahrzeug – den lila Deutz-Hauber – bezeichnet, sondern das individuelle Reisekonzept der beiden. Vielleicht sind sie nach auch einfach nur das LKW-Reisen ein bisschen leid.

Auf jeden Fall sind die beiden für zwei Jahre nach Australien, haben sich ein Buschtaxi gekauft, es lila angestrichen und sind kreuz und quer durchs Land. Und ja, die haben im Dreck festgesteckt und waren fernab der Zivilisation und haben aus Baumstämmen eine Winde gebaut. Aber das kann eigentlich kein interessantes Overland-Buch ausmachen. In der Summe könnte man ansonsten ja auch mal einen Nachmittag in die Kiesgrube fahren und einem Truck-Trial zuschauen.

Das Buch ist kein Reiseführer und will auch keiner sein. Es ist auch nicht so recht ein Reisebericht. Jedenfalls konnte ich am Ende nicht so recht nachvollziehen, wo die Beiden jetzt genau lang gefahren sind.

Aber vielleicht ist es – ungewollt – ein Reiseratgeber. Das Buch bringt sehr gut auf jeder Seite den Ansatz zu reisen, den Sabine und Burkhard haben, rüber. Sich auf den Ort einlassen. Verweilen. Unsinn ausprobieren. Tage mit dem halb-irren Schrotthändler abhängen. Und so gesehen kann man es durchaus als Lehrbuch sehen. Man hat nachher ein ganz gutes Gefühl, wie man mit diesem Ansatz nett durch Australien kommt.

Es erinnert mich ein wenig an Bill Bryson’s „[Down Under : Travels in a Sunburned Country]“. Bei aller Sympathie: Bill Bryson ist ein deutlich talentierterer Autor. Aber Sabine und Burkhard schauen in mehr Ecken, die mich interessieren.


Da ist das Mitfahren auf einem 130 Tonnen – Road-Train, das nur unter großen Mühen zu organisieren war. Das Goldschürfer-Camp. Die „Homebase“ einer Motorrad Gang. Roadhouses. Die Abendteuer ein Auto in Australien anzumelden (“das kannst Du nicht machen, wir sind hier nicht in Afrika, Burkhard”. Der Versuch, Krokodile für ein Foto mit einer Elektrozahnbürste anlocken.

Oft sind die Begebenheiten brüllend komisch beschrieben. Wie zB das Rätselraten, ob man über die Straße fahren darf, die “from the Tuesday after Queens Birthday long Weekend” bis zum “Thursday after Melbourne Cup” gesperrt ist.

So gesehen hält das Buch, was es verspricht: Unterhaltsam, gut zu lesen. Da Tragen sicher auch die kurzen Kapitel bei. Satz- und Druck haben auch nicht mehr den LoFi „Microsoft-Word und Print on demand“ Charme, der den Kleinauflagen aus der Overland-Szene oft inne wohnt. Auch vom Typographie und Satz ein gut zu lesendes Buch.

Spannend sind die immer wieder vorkommenden Begegnungen mit den Aborigines und der Kultur des Umgangs mit ihnen.

Mir dämmert es ja nun auch schon seit einiger Zeit, dass indigenen Völker nicht per se „ursprünglich gut“ sind und nur das Feuerwasser des Weißen Mannes sie korrumpiert hat. Manche Indigenen Kulturen sind schon ziemliche Arschlöcher voll Gewalt, Missbrauch und gegenseitig zugefügtem Leid. Seit Jahrtausenden. Die haben zum Teil etwa so viel Respekt verdient, wie das pjöngjanger Kultusministerium oder das stalinistische Wiedereingleiderungsprogramm für Systemkritiker. Ohne jetzt die Debatte um ethische Relativismus aufmachen zu wollen – indigene Völker sind gelegentlich Überhaupt keine sympathischen Grüppchen.

Das Buch kämpft ganz schön mit diesem Thema im Bezug auf die Aborigines. Es behauptet, es wolle nicht werten. Aber wartungsfrei darzustellen ist gar nicht so einfach. Die beiden haben bei vielen Gelegenheiten versucht, Kontakt herzustellen. Scheinbar ist aber überwiegend nur mit den weissen Angestellten der indigenen Sehenswürdigkeiten, Land Managern und Alkoholverkäufern ein Gespräch zustande gekommen.


Sabine & Burkhard haben ein zweites Buch zum Thema Aborigines geschrieben. Das ist ganz klar bei mir auf der Leseliste. Das Thema ist ein dickeres Brett, als die in Overland-Kreisen üblichen Themen wie man mit korrupten Beamten umgeht & wo die schönsten Stellplätze sind.

Doch zurück zu “No worries, too easy.” Ein Buch, das großen Spass gemacht hat zu lesen. Die gelegentlichen Gelben Info-Boxen machen für mich vielleicht Sinn, wenn ich mal selber in Australien bin; aber bis dahin ist die Hälfte sicher veraltet.


No WORRIES – TOO EASY, Sabine und Burkhard Koch, 360 Seiten, ISBN 978-3944921044.  Am besten bei der Pistenkuh direkt zu beziehen.

Über das Bücher kaufen. Eine Liebeserklärung an Frau Funk.

tl;dr: Sucht euch eine Buchhandlung, die nicht zu einer Kette gehört und kein Webshop ist. Kauft da. Ihr werdet es auf lange Sicht nicht bereuen.

Ich mag ja Bücher. Stellenweise in meinem Leben vielleicht zu sehr. Als ich auf dem Dorf wohnte war Informationsbeschaffung ein Riesenproblem. Alles interessante in der Stadtbibliothek war nach ein paar Jahren gelesen. Der lokale Buchhändler konnte oder wollte mir mit meinen Interessen nicht so recht weiter helfen. Das Zweitausendens Merkheft bot etwas Abhilfe. In der Datenschleuder las ich etwas später, dass man über das Postamt die „Lehrblätter zur Fernmeldetechnik“ beziehen könne. Das ist mir aber nie gelungen. In der Provinz kannte die keiner.

An der Uni gab es dann viele Bücher. Elektronische Kataloge. Fernleihe. Und gleichzeitig kamen Internet-Buchhändler. Lehmanns. FatBrain.com. Irgendwann kam Amazon.com dazu. Und irgendwann kam das „Leute die dieses Buch gekauft haben, haben auch folgende Bücher gekauft“ bei Amazon dazu.

Wow! Die Ratschläge, die ich mir immer von meinem Buchhändler gewünscht hatte. So viele spannende Bücher. Ich habe über viele Jahre angefangen, Bücher schneller zu kaufen, als ich sie lesen konnte.  War ja alles so interessant. Vermutlich.

Mein Essen aß ich zwischen den Schlachten
Schlafen legte ich mich unter die Mörder
Der Liebe pflegte ich achtlos
Und die Natur sah ich ohne Geduld.
So verging meine Zeit
Die auf Erden mir gegeben war.

Aber inzwischen gibt es ja eigentlich jede Information detaillierter und aktueller im Internet. Bücher bieten etwas anderes: Statt Informationsbröckchen den Überblick. Das sich-dem-Thema-widmen.

Mal eben was erfahren geht im Internet besser und schneller. Ein Buch ist das Obligo sich mit einem Thema näher und und länger auseinander zu setzen.

Das scheint generell ein Trend zu sein. Z.B. gibt es wieder viel mehr typografisch und von der Bindung her schön gemachte Bücher. Bücher, die auch haptisch und optisch ansprechen.

Da ist es nicht mehr zeitgemäß, sich ein Buch im Internet zu klicken und dann am Tag drauf mit viel Verpackungsmüll aus dem Briefkasten zu ziehen. Das macht nur Frust über ungelesene Bücher und ein zu volles Regal.

Also: wenn ich heute von einem interessanten Buch erfahre, bewege ich das erst etwas in meinem Herzen. Lang genug, bis ich mich überwinde, den Schlossberg hoch zu laufen. Während der Ladenöffnungszeiten!!! In meinem Fall ist dass dann Buchhandlung Funk (gräßliche Internetpräsenz – ohne die tollen Emotionen des Ladens). Wenn man heute eine unabhängige Buchhandlung betritt, kann man bei einem sicher sein: die verstehen ihr Geschäft. Sonst wären sie längst pleite oder von den Thalias dieser Welt gefressen.

Und klar: keine Buchhandlung der Welt hat die Gebiete Transhumanismus, Overlanding, Machine Learning, Typografie, Geografie, Speleologie & Karst-Hydrologie komplett vorrätig. Und kein Buchhändler kann in all den Bereichen sinnvoll beraten. Vermutlich in keinem der Bereiche. Macht aber nix, wenn man eh ein konkretes Buch will.

Dann wird das Buch bestellt und man hat Vorfreude. Mit der kann man ein paar tage später wieder den Berg erklimmen, das Buch durchblättern, ein Schwätzchen halten und wenn man es mag, kaufen.

Alles so weit, so gut. Aber jetzt passiert das magische: Die Leute, die heute in einer unabhängigen Buchhandlung arbeiten lieben Bücher. Da man selber Bücher mag, fängt man an über Bücher und Interessen zu sprechen. Klar hat man selber einen viel besseren Überblick über die speleologische Literatur und die Buchhändler werden einem da kaum interessante Hinweise geben können. Aber beim Buchhändler hat man viel mehr Überblick über den Literaturbetrieb als solchen. Und allein durch das drüber reden wird der Blick für die Interessengebiete des Kunden (also meine) geschärft. Bei der Lektüre des Börsenblatts des Deutschen Buchhandels wird die Buchhändlerin jetzt bei entsprechenden Büchern aufhorchen. Beim Verlagsvertreterbesuch wird der Buchhändler jetzt empfänglicher für Bestellvorschläge aus den abseitigen Sortimenten die (mich) interessieren.

Und Stück für Stück werden Bücher im Laden auftauchen, an denen man mehr Spass hat und die aus dem Einheitsbrei von Baedeker und dem geheimen Leben der Bäume herausstechen. Das ist natürlich ein gegenseitiger Prozess: die Buchhandlung lernt, was ich mir wünsche und ich lerne von den erfahrenen Bücherwürmern, was sich noch anzuschauen lohnt; wo man mal über den Tellerrand schauen kann.

Das ganze ist ein Mordsspass für alle: Ich freu mich über neue Ideen und Bücher. Die Buchhändlerin was gefunden zu haben, wo ich Spass dran habe (und Geld für ausgeben). Und darüber, Feedback vom Kunden zu bekommen.

Und weil der Prozess doch recht entschleunigt ist, kaufe ich nicht mehr Bücher, als ich lesen kann. Kaufe auch mal ein Buch wegen der tollen Aufmachung oder Illustrationen. Erfahre mehr über Autoren und Verlage.

Habe einfach viel mehr Freude an einem Buch, wenn ich es nach einigen Mühen als Beute nach Hause trage.

Viel besser, als sich im Internet ein Buch zu klicken!

Die seltsamsten Orte der Welt

3406674925-01-_sx450_sy635_sclzzzzzzz_Alastairs Bonnetts Buch, das in der englischen Ausgabe „Unruly Places“ oder „Off the map“ heisst, ist mehr eine Essay Sammlung, als eine durchgängiges Werk. Und dass ist gut so. Genau das richtige um ein paar Seiten Lesevergnügen zu snacken. Nach dem Frühstück, beim Arzt, in der Bahn.

In 50 Essays beschreibt Bonnett komische Orte. Und obwohl ich mir einbilde, auf dem Gebiet ganz gut bewandert zu sein, gab es viel neues für mich. Neben journalistisch ehr ausgelutschten Plätzen wie Sealand, Aralkum, (Berg) Athos, Baarle-Nassau & Baarle-Hertog, Tschernobyl und Wittenoon finden sich in dem Buch neue interessante Plätze.

Auch an den ehr bekannten Plätzen versucht der Autor jeweils ein paar kleine philosophische Überlegungen fest zu machen. Das gelingt mal mehr und mal weniger, sorgt aber dafür, dass das Bück immer unterhaltsam bleibt. Wie es zwischen dem Berichten von Fakten und dem Sinnieren des Geographen hin und her pendelt baut immer einen ganz netten Spannungsbogen auf.

Es fällt mir schwer, meine Lieblingsessays zu benennen – interessant waren sie eigentlich alle. Sandy Island – die Insel, die es nicht gibt, Nowhere – die europäische Antwort auf Burning Man, Gagausien – unübersichtlicher als Transnistrien, Ağdam – Geisterstadt zwischen den Fronten, Kijŏng-dong – das ultimative Potemkische Dorf und Bir Tawil – das Niemansland, dass keiner will, fand ich wohl am inspirierendsten.

Alles in allem ein Buch, das jede Menge Spass macht und gleichzeitig leichte Lektüre bleibt. Und der Umschlag fühlt sich gut an!

Alastair Bonnet: Die seltsamsten Orte der Welt, ISBN 3406674925.

Was hätte es noch im Nord-Ural zu sehen gegeben?

Bei all dem, was wir in Russland 2016 gesehen und gemacht haben, hätte es natürlich noch mehr gegeben.

Kommt man zum Taiga Krater?

Der Taiga Crater ist der Überrest eines Atomtests. Er liegt buchstäblich am Ende der Welt. Karten aus westlichen Quellen zeigen recht eindeutig eine Strasse, die von Nyrob (Ныробnach Norden geht zu dem Ort Chusovskoye und dem gleichnamigen See.

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Heimweg

Langsam muss es mal zurück nach hause gehen. Also los!

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Enge Strassen

Also statt Höhle von Veyreau etwa 400 m Abwärts in die Jonte-Schlucht. Strasse gut. Ich mach mir auch schon Gedanken wegen der 3 Tonnen. Das sah alles so gar nicht nach gewichtsbeschränkter Strasse aus. Zu gross, zu gut. Aber am Ende muss ja eine Brücke über die Jonte kommen. Die wollen bestimmt nur die Caravangespanne draußen halten. Hmmm ….

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Weiter in die Cevennen

Nachdem gestern nicht genug Kilometer abgespult wurden, langsam mal weiter und Strecke machen. Eine stillgelegte Eisenbahnlinie lang. Ob man da auf die Brücke kann? Kann man nicht privat Gärten bis an die Brücke dran. Hmgmpf.

Aber jede Menge Esskastanien gesammelt.

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Schöner Wohnbus an der Strecke.

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Minerve: In die Cevennen

Es geht auf kleinen Straßen Richtung Cevennen. Ein bisschen habe ich das Gefühl, das die Stimmung sich ändert. Die Leute sind nicht mehr so offen und amüsiert über den Reiselaster. Schon bei einfachen Ausweichmanövern hatte ich in den Pyrenäen oft das Gefühl, das mir Begeisterung entgegen schlägt oder am Atlantik zumindest Amüsement. Hier ehr Missbilligung. Die Teppichstangen sind auch zurück.

Es soll nach „Minerve“ gehen. Stadt auf einer Felsnadel. Viel Schluchten & Höhlen darum. Eine letzte Festung der Katherer. Das sind die, zu denen der Papst an seine Generäle die Arbeitsanweisung gab „Tötet sie alle, der Herr wird die seinen finden.“

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Parken ist in so einer Zerklüfteten Landschaft nicht so einfach. Der Busparkplatz ist beschrankt und lässt mich nicht rein. Der PKW Parkplatz ist 5 km weg und auch da lässt mich die Schranke nicht rein.

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