Russland 2016

Der Plan war ganz einfach. Nach Asien. Auf dem Landweg. Möglichst weit nördlich. Das hat ganz gut geklappt, aber als Bonuslevel die heiligen Steine des indigenen Volkes zu erreichen war dann nicht mehr ganz so einfach …

Die Felsen von Man PuPu Ner am Ural

Das “Man PuPu Ner” (auch Manpoepoenjor, Man PuPu Ner, Man Pupu Nyor, Man’pupunёr, Man-Pupu-Ner, Man-Pupu-Nyer, Man-Pupu-Njor, Manpupuner, Мань-Пупу-нёр, Маньпупунёр) Plateau mit seinen Steinsäulen war mal kurz bei mir in der Urlaubsplanung. Die Säulen liegen bei 62.253541, 59.295273 (Google Satellite, Bing!, Yandex, Here, Wikimapia, OpenStreetMap, Geohack) in der Republik Komi in Russland uns sind wohl eine der abgelegensten Sehenswürdigkeiten der Welt. Die Sälen selber werden auch als “Poles... [mehr]

Traveling to Komi / Ural

A friend and I plan to go for a camping trip crossing the Ural and back this Juli & August. Main route planned is crossing the Ural Mountains near Perm in West-East direction, than move northwards through Ivdel‘ as near to the Mountain rage as road conditions allow. Probably Jogorsk, Agirish, *Khulimsunt. *Than head back to the west along a pipeline route between Khulimsunt and Ukhta. It time permits we... [mehr]

Auf gen Russland

Nach insgesamt 3500 Urlaubskilometern nach Südfrankreich mit dem PKW ging es im Bergischenland los mit dem Camper. In meiner Abwesenheit hatten Freunde den mit ihren und meinen Klamotten gepackt. Jeder Stauraum war voll bis unters Dach und ich fand nix wieder. Wer hat den um Himmels Willen die Schneeketten eingepackt? Schöne Hebekissen! Naja, was solls! Meine erste Reisebegleitung traf verspätet, nassgeschwitzt und leicht gereitzt ein: von Köln war es mit... [mehr]

Erster Tag in Russland

Nach der Fährfahrt und Durchquerung Finnlands hatte ich noch ca 1700 km durch Russland bis Kirov, unserem Treffpunkt. Ich war gespannt, was für Strassen mich erwarten. Navigiert habe ich überwiegend mit „CoPilot Truck“ von Trimble/ALK auf dem iPhone. Das klappte im europäischen Teil Russlands auch sehr zufriedenstellend. Erst ging vom Grenzübergang Niirala durch Ost-Karelien am Nordufer des Ladoga Sees entlang. Es war Sonntag, jede Menge Leute waren Baden, oder... [mehr]

Weiter Richtung Kirow

In meiner ersten russischen Nacht um 3:30 h schon von der Sonne geweckt. Um 6:00 h rolle ich. Es geht ca 250 km weiter Richtung Wologda (Vologda, Во́логда). Von da geht es nicht auf der M8 Richtung Süden nach Jaroslawl (Yaroslavl, Яросла́вль) und dann Kostroma. Stattdessen fahre ich die M8 etwa 60 km nach Norden und biege nach Osten ab. Nehme also die Ostroute nach Kirov... [mehr]

Treffen in Kirow

Wieder mit dem Sonnenaufgang aufgewacht, gefrühstückt, das Massacker vom Vortag von der Windschutzscheibe gewaschen, und dann los, genug verfallender Bauernhof. Es gab also eine 70 km Schleife nach Norden wegen des in der Karte eingezeichneten aber nicht vorhandenen Weges bis Vokhma (Вохма). Da konnte ich tatsächlich „das andere Ende“ des Feldwegs finden. Gut, dass ich da nicht lang gefahren bin! In Vokhma wollte das Navi nach Süd-West über Maloye Ramen’... [mehr]

Brücken Er-Fahrung nach Petryata

Wir wollten ja nicht auf Hauptstrassen fahren. Also ging es nach unserem Treffen am Strand von Afanasyevo (Афана́сьево) nach Norden und nach 25 km in Biserovo (Бисерово) sind wir richtung Osten abgebogen. Über Kuva (Кува) und Belkovskogo (Белоевского) sollte es nach Kudymkar (Кудымкар) gehen. Sah auf der Karte gut aus. Allerdings sah die Lage bei den Karten nicht mehr ganz gut aus: von der RKV-Karte waren wir inzwischen runter... [mehr]

In schweres Gelände

Morgens machte ich erstmal einen Erkundungs-Spaziergang um unseren Stellplatz vom Vorabend. Es war wild-idyllisch, teile der Wiesen wurden noch regelmässig gemäht, andere wuchsen grad zu. Es gab sogar eine scheinbar noch intakte Stromleitung in die Richtung, in die wir wollten. Das fast verlassene Dorf Petryata/Pogranichny/Пограничный, und Umgebung waren in der Morgensonne wirklich zum verlieben. Die Strecke weiter in Ost-Richtung war ein Waldweg, der offensichtlich länger nicht mehr befahren... [mehr]

Starkregen & dicker Dreck

Wir stehen immer noch in der Mocke, in der wir gestern angehalten haben. Ich bin natürlich wieder erster wach und peile die Lage. Letztendlich stehen wir mit unseren ein dutzend Tonnen schweren Wohnmobilen in einer Seenlandschaft. Der Regen hat „Boden mit viel Wasser“ in „Wasser mit gelegentlich Boden“ verwandelt. Auf der russischen Topografischen Karte ist dies noch eine „Strasse mit doppellinie“. Ab der T-Kreuzung, die in etwa zwei Kilometern kommen... [mehr]

Die Reise zum Ruhetag

Nach dem Kampf mit Matsch und abspringenden Reifen sollte der Tag geruhsamer werden, endete aber doch irgendwie in Erschöpfung. Recht schnell waren wir in Biserovo (Бисерово), wo ich noch mal den Reifendruck anpasste während Günther den Ort nach einem Tanta-Emma Laden (Magazin) und einer Gelegenheit Wasser zu fassen absuchte und dabei beinahe eine niedrig hängende Telefonleitung mitnahm. Alles nix, weiter nach Afanasyevo (Афана́сьево)! Afanasyevo gefiel uns jetzt im Abendlicht... [mehr]

Ruhetag

Nach der gestrigen Monster Tour war heute mal Ruhetag angesagt. Der Stellplatz stellte sich als erstaunlich gelungen dar und ich begann meinen verschlammten, ins Auto gestopften Kram auseinander zu sortieren. Und waschen. Und zumindest die Einstiege am Auto entschlammen. Und in der Sonne sitzen. Ich war von den körperlichen und Psychischen Anstrengungen der letzten beiden Tage doch gut durch. Zwischenzeitlich Chat mit meiner persönlichen Beratungsstelle für Nutzfahzeugfragen: Ja, 0.8... [mehr]

Konvoi Fahren

GSL und ich haben ja schon den einen oder anderen Wochenendausflug gemeinsam gemacht. Aber noch nie mit zwei Lastern und so total harmonieren wir dann auch nicht. Ich bin mehr der Fahrer mit Hut (“warum soll ich jetzt überholen, ist doch gemütlich mit 75 km/h”) und er mehr der Fahrer mit Mütze (“bei 110 km/h schlägt der Begrenzer ja brutal beim beschleunigen zu!”). Ich vergesse gerne mal nach... [mehr]

Perm-36 – das GULAG Museum

Nachdem wir so erfolgreich eingekauft hatten, stach mich dann doch der Hafer. Ruhetag schön und gut, aber zwei mal am gleichen Ort übernachten? Ich hatte Perm-36 im Kopf, das GULAG Museum – angeblich eine der letzten erhaltenen Strafkolonien. Wo liegt das denn? Angeblich schwer hin zu kommen! Besser ne Tour von Perm aus buchen! Klingt wie ein Ziel für uns. Nach einigem Gesuche wissen wir: Das Lager liegt nur knapp drei... [mehr]

Wegweiser nach Man PuPu Ner

Leute, die sich ganz sicher waren, dass man zu den Steinriesen fahren kann. Zu lesen bei Günni.... [mehr]

Serow

Von unserem netten Strand-Standplatz am Vortag sollte es gen Norden nach Ivdel (Ивдель) gehen. Das Gemeindegebiet (oder ist das ein Verwaltungsbezirk? Keine Ahnung) von Ivdel geht bis weit hoch in den Norden – da wo unser Weg zu Man PuPu Ner lang gehen sollte. Aber vorher kamen wir durch Serov (Серов). Grosse Stadt, da wollten wir eine Internet-SIM Karte und eine Landkarte kaufen, essen und schauen, was die Grosse Stadt uns... [mehr]

Von Ivdel Richtung Man PuPu Ner.

Unser Weg durch Serow über Landstrassen und dann von Ivdel aus aus der Zivilisation nach Norden über üble Pisten bis zur Umkehr gab es zuerst bei Günther zu lesen. Hier meine Version der Ereignisse: Nach unserer Anreise nach Ivdel am Vortag kann es Richtig in die Einsamkeit Richtung Man PuPu Ner gehen. Im Grunde werden wir auf 150 km dem Fluss Lozva (Лозьва, Loswa) gen Norden folgen. Es geht erst... [mehr]

Nach Man-PuPu-Ner

Nach der Nacht in Ushma erstmal eine Outdoor Waschmaschine angesetzt. Dann los weiter nach Norden. Knackige Piste. War gar nicht mal so einsam, gelegentlich kam Gegenverkehr. Und ich hatte mal ne Schraube locker. Aber auf nen grober Keil muss nen grober Klotz … Nach 25 km kam eine Furt über die Auspiya (Ауспия), die harmlos war. 500 m ist eine gut fahrbare Abzweigung nach Westen, die wir ignorieren. Nach weiteren 3... [mehr]

Zurück von Man PuPu Ner

Von unserer Rückfahrt nach der Umkehr samt obskurer Kontrolle gab es zuerst bei guentersleben.de zu lesen. Hier jetzt mein Blick auf die Tour. Wir standen ja mehr oder weniger auf einer Strassenkreuzung und die Nacht brachte einige Überraschungen: Gegen 3:00 fuhr ein Kamaz 6522Kipper (1,80 Meter Wattiefe!) an uns vorbei Richtung der Datschen von Ushma (Ушма). Eine halbe Stunde Später kommt ein ZIL-131 mit Auflieger vorbei, auf... [mehr]

Brücken bauen nach Khulimsunt

Nach einer weiteren Nacht in Ivdel wollten wir endlich den Bogen nach Norden schlagen. Tanken bei LUK Oil mit allgemeiner Bargeldverwirrung. Auf wunderbarem Asphalt, auf dem einem 85 km/h fast zu wenig vor kam, ging es nach NOO Sovetskiy (Советский) – da endet die Strasse im Grunde und es geht nur noch mit einer Bahnlinie weiter. An der Republikgrenze Svedlovsk/Khantia-Mansia wird die Strasse sofort bedeutend schlechter. Aber zunächst werden... [mehr]

Dies ist kein Weg nach Хулимсунт (Khulimsunt)

Nach einem ereignisreichen Tag und einer feierlichen Nacht war es spät in’s Bett gegangen und wir wurden vom Klang von Regen eingeschläfert. Viel Regen. Aber wir standen ja auf einer Kuppe. Am nächsten Morgen war ich doch etwas überrascht: ein Großteil unserer Reifenspuren war verschwunden und die Fahrbahn hatte in weiten Teilen eine ganz neue Decke aus Schwemmsand bekommen. War das ein gutes oder schlechtes Omen? Erst mal meine... [mehr]

Gefangen in Gazprom-Land

Nach dem Flop nördlich von Agirish (Агириш) sahen wir noch einen anderen Weg, nach Khulimsunt (Хулимсунт) zu kommen: Von Punga (пунга, wohl ehr ein Fluss, als ein Ort) westlich von Svetlyy (Светлый) geht eine Pipeline Trasse direkt nach Khulimsunt. Da führt auch irgendwie eine Strasse hin, also auf bis zur Kreuzung, wo wir von der Nord-Süd Betonpiste nach Westen Richtung Agirish abgebogen waren! Da war irgend ein Schild, dass auf... [mehr]

Um Gazprom drumherumm nach Norden? Feststecken im Fluss.

Nachdem wir ausser Sichtweite der Gazprom-Schranke sind, überlegen wir uns nochmal genau, ob wir nach Yugorsk (Югорск) wollen. Nö. Eigentlich wollen wir nach Svetlyy (Светлый) und von da nach Khulimsunt (Хулимсунт). „Mein Navi wollte eh vor 10 km rechts abbiegen“. Ein bisschen Kartenstudium später zeigt sich: die gut ausgbaute Trasse ging etwa 30 Kilomenter zusammen mit der „offiziellen Strasse“, die knickte aber dann nach Osten ab, während die Trasse auf... [mehr]

Westsibirien 2016 – die Route

Im Sommer 2016 waren wir das westsibirische Tiefland -also die Gegend östlich des Ural – erkunden. Die Anreise Es ging für mich von zuhause aus nach Lübeck-Travemünde (Tag 1) und von dort mit der Fähre in 30 h nach Helsinki (Tag 2) und dann bis zur russischen Grenze am Grenzübergan Niirala, ca. 250 km nördlich von St. Petersburg (Tag 3). Ich hab den kleinen, nördlichen Grenzübergang genommen, anstatt den bei St.... [mehr]

Die deutschen Karten vom Ural

Wenn man Karten vom Ural sucht, kommt man irgendwann auf die russischen Militärkarten. Wired hat die Story, wie diese Karten entstanden sind, und wie sie „frei“ im Internet verfügbar geworden sind. Wenn man dann weiter sucht, kommt man zu mapstor.com – die nehmen Geld dafür, dass man die Sowjet Karten bequem herunterladen kann und sie schon georeferenziert wurden. (Mit OziMapConverter kann man das dann auch leicht in QuoVadis GPS verwenden)... [mehr]

Can you drive to Manpupuner?

Man PuPu Ner (Мань-Пупу-нё) or the „Seven Strong Men“ (wikipedia) are an impressive and hard to reach stone formation in the Urals, Russia at about N 62.253541 E 59.295273. In Summer 2016 we tried to drive as close as possible to Manpupuner as possible coming from the south via Ivdel. This happened during our western Sibiria trip. I had asked around before but got little feedback on the... [mehr]

Wie nördlich kann man den Ural unterhalb ManPuPuNer queren?

Nach dem Scheitern unserer Uralquerung frage ich mich, wie weit nördlich (aber südlich von Man PuPu Ner bei N61°) man den Ural bzw. die Grenze Perm/Sverdlovsk Oblast queren kann. Wir hatten östlich von Tyoplaya Gora bei N58.5° auf Asphalt gequert. Bei N58.67°, 58.68° und 58.69° gibt es je eine querende Piste westlich der Stadt Kachkanar. Etwas Süd-östlich davon sollen Atomwaffen gelagert werden. Interessanter scheint mir... [mehr]

Gibt es einen Weg nach Khulimsunt (Хулимсунт)?

Unser Versuch nach Khulimsunt (Хулимсунт, Hulimsunt, Khulim-Sund) zu fahren ist ja gescheitert. Aber ist es generell möglich? Laut Wikipedia gibt es keine das ganze Jahr befahrbaren Strassen dort hin. Scheinbar gibt es aber eine Strasse nach Nyaksimvol (Njaksimvol, Няксимволь), die möglicherweise das ganze Jahr befahrbar ist, aber das ist eine Sackgasse – immerhin mit Flughafen. In Nyaksimvol soll es übrigens steinzeitliche Funde geben. Und eine GISS-Klimastation. Karte dazu „Card sheet P-41-49,... [mehr]

On-Road, Offroad und Fahrzeugbergung

„Damit kommst Du sicher überall hin, oder?“ das ist oft die Gesprächseröffnung, an der Tankstelle, die ich höre. Kurze Antwort: „nö“. Ich fahre ja eigentlich einen aufgepimpten Strassen-LKW. Ein Schlechtwegefahrzeug. Das ist kein Zetros, KAT, Unimog. Aber ganz ehrlich: auch diese Dinger kommen meist nicht weiter „wo kein Weg ist“. Auf einer Wiese, in einer Sand- oder Salzwüste und von mir aus auch in der Steppe kann man vielleicht querfeldein... [mehr]

Nördliche Uralpässe: kann man den Ural oberhalb ManPuPuNer queren?

Über Uralpässe südlich von 62° Nord habe ich ja schon geschrieben. Kommt man auch weiter nördlich drüber? Der Pass bei Man Pu Pu Ner Diverse Katen zeigen auf Höhe von Man PuPu Ner einen Pass westlich von Nyaksimvol (Njaksimvol, Няксимволь). Allerdings vor allem ehr alte und obskure Karten. Bestimmt gibt es da irgend einen Weg. Aber Ich glaube keinen fahrbaren Weg. Auch wenn es schön wäre, wenn man da lang... [mehr]

Kommt man zum Taiga Krater?

Der Taiga Crater ist der Überrest eines Atomtests. Er liegt buchstäblich am Ende der Welt. Karten aus westlichen Quellen zeigen recht eindeutig eine Strasse, die von Nyrob (Ныроб) nach Norden geht zu dem Ort Chusovskoye und dem gleichnamigen See. Vorher kommt man an Marusheva (Марушева), der Höhle Дивья пещера (60.809722°, 56.741667°, angeblich 10 km lang), Vilgort (Вильгорт) vorbei. Die russischen Karten von der Gegend wirken deutlich anders: Letztendlich... [mehr]

Was hätte es noch im Nord-Ural zu sehen gegeben?

Bei all dem, was wir in Russland 2016 gesehen und gemacht haben, hätte es natürlich noch mehr gegeben. Babinov Road Cherdyn_Route Den Dyatlov Pass Den Taiga-Crater Timsher – da kommt Bekanntschaft & Verwandschaft her Kosvinsky Mountain, bei Karpinsk/Krasnoturjinsk – da gibt es bestimmt ein militärisches Sperrgebiet. nach Khulimsunt fahren. nach Vokura und zum Polarkreis fahren, die Polarkreis bahn anschauen. den Ural weiter oben queren. Die für ihre Tagebrüche berüchtigten Stadt... [mehr]