Baltikum 2015

Jungfahrfahrt mit dem neuen Wohnmobil in's Baltikum. Von "Autofähre" über "EU-Aussengrenze" bis zu "Sprache nicht sprechen" und "Russland" war vieles neues und ungewohntes für dabei.

1: Abreisetag

Ich will die Kinder in Belgien an einem Center-Park abgeben und dann mit der Fähre zwei Wochen ins Baltikum. Abreisetag. Die erste grosse Reise mit dem neuen Mobil. Packen für zwei Wochen Osteuropa + 2 Tage mit den Kindern + 6 Tage Kinder bei ihren Großeltern + 8 Tage Kinder bei ihrer Mama. Uhi. Hab ich ne Suppenkelle? Was für Werkzeug hab ich vergessen? Campingstuhl? Ruslandvisum? Fährticket? Sim-Karten? Kann ich gut genug LKW... [mehr]

2: Kletterwald Aachen

Morgens vom Fabrikhof. Vorher noch um die Ecke McMuffin besorgt – gar kein so schlechter Start. Wieder nach Hause, das Dickschiff in die Sackgasse. Schön mal wieder zuhause zu sein. Jacke eingeladen und und ab nach Aachen; da sind wir um 10:00 im Kletterwald angemeldet. Nach umfangreicher Kletterrei Frühstück mit Günni. Inzwischen hat uns jemand recht sportlich eingeparkt. Essen, Spielplatz, chillen. So muss das sein. Ein guter Anfang. Irgendwann wollen... [mehr]

3: Zechnegucken: Blegny in Belgien

Um kurz vor sechs Radau vor dem Fenster unseres Stellplatzes. Was ist denn da los? Jemand winkt wie blöde mit einer Taschenlampe. Irgendein Auto wird eingewiesen. Grad das müde Haupt zurück auf das Kissen gleiten lassen, da kommt das nächste Auto. Und noch eins. Gegen 8 sind wir komplett zugeparkt. Es ist wohl Volkswandertag oder so in Belgien. Morgens dann Einfahrt in das Besucherbergwerk Blegny. Das war gut. Gut ist... [mehr]

4: Richtung Kiel

Nach der Begegnung der dritten Art gestern Abend mit der Center Parks Security einrichten, Mittags-Snack und dann heist es für mich nix wie weg aus dem Ferienparadies – ich will ins Baltikum! Beim Verlassen des Parkplatzes noch ein Golf, der ein Tandem hinten quer drauf hatte – gewagt! Von Belgien nach Duisburg, da Lebensmittel tanken und Mitreisede zusteigen lassen. Ich stehe auf dem Deich, pausiere und laufe zum Supermarkt. Als ich mit... [mehr]

5: Fähre nach Klaipeda („Memel“)

Nach einer weiteren kleinen Wasserkatastrophe vor dem Frühstück und nochmal Wasser nachtanken ging es Richtung Kiel zum Hafen. Auf dem Weg nochmal „passe ich auf den Supermarkt-Parkplatz“ gespielt. Ja, es passt. Fähre ist ja immer spannend und zwischen den LKWs nochmal spannender. Etwa 150 € sollte es bis Litauen kosten, was wie ein Schnapp klang. Aber die Beifahrerin war nicht mit gebucht. Sollten wir versuchen, die als blinder Passagier einzuschleusen? Wir... [mehr]

6: Ankunft in Litauen: Klaipeda bis Žemaitijos Nacionalinis Parkas

Nach einer guten Nacht auf der Fähre gab es ein nicht ganz hervorragendes Frühstück. Auf Fähren finde ich ja immer Busreisegruppen besonders schaurig-interessant. Dann ging es lange am grossen Hafen von Klaipeda und der Kurischen Nehrung vorbei, bis wir am Fähranleger waren. Klaipeda wird vom Meer aus wird von zwei Hochhäusern dominiert, die je nach Blickwinkel wie in oder zwei Häuser aussehen. Klaipeda heist auf Deutsch oder hieß „früher – je... [mehr]

7: Raketen, Outsider Art und Datschen

Wir waren ja schon abends bis vor die Tore des Museums gefahren. Hier in der dünn besiedelten Gegend östlich des Sees „Plateliu ez“ wurden anfang der sechziger Jahre die wenigen Anwohner umgesiedelt und dann unter höchster Geheimhaltung unterirdische Silos für vier Nuklear-Raketen, die gen West Europa gerichtet waren angelegt. Da diese Raketen bessere Feuerwerkskörper waren, konnten sie nur durch die exakte Ausrichtung und die genau richtige Menge Treibstoff auf ein... [mehr]

8: Der Tag am Meer

Ein Tag am Meer. Strand, Dünen und Wassersystem zerlegen. Auf dem gestern angefahrenen Platz hinter den Dünen in Lettland. Der Grauwasserheber geht nicht mehr. Nach einer sehr mühseligen Zerlegeaktion wird klar, dass das „Schaufelrad“ von der Motorachse gefallen ist. Das ganze wieder fest schrauben, schraube mit Sicherungslack sichern, geht wieder. Bei der Gelegenheit auch noch die Kaffeemaschine getuned: Wenn das Auto schräg steht, neigt die Kaffeetasse dazu, von den Vibrationen... [mehr]

9: Allein im Memelland

Früh aufwachen, ein kurzer Abschied vor dem Flughafen und noch die 10 Meter bis zum Terminal aus dem Schlafzimmerfenster winken, dann schnell nochmal Augen zu. Von wegen. Die erste Turboprop-Maschine beginnt um 5:15 ihre Motoren Warmlaufen zu lassen. Klingt wie ein wild gewordener Rasenmäher nur 100 mal lauter. Vielleicht war das doch kein so toller Stellplatz direkt vor dem Flughafen. Kaum rollt die eine los, beginnt die andere mit... [mehr]

10: Auf der Kurischen Nehrung, russischer Kulturschock

Nach dem Sonnenuntergang am Abend im Dunkeln vorm Morgengrauen Spaziergang auf die andere Seite der Nehrung nach Preila um den Sonnenaufgang zu sehen. Duschwasser schon mal an, damit es nach Rückkehr eine warme Dusche gibt. Auf halbem Weg bemerkt, dass ich ja auch das Fahrrad hätte nehmen können. Aber jetzt zurück und mit dem Fahrrad wieder …. ? Neee. Anscheinend ist das Ding da hinten auf dem Heckträger aus den Augen aus... [mehr]

11: Kaliningrad Oblast

Die erste Nacht in Russland war etwas anstrengend und sollte auch die letzte bleiben. Ich hatte ein bisschen genug von meinem Russlandabenteuer. Aufwachen deutlich vor 6:00 h. Mein Entschluss: Vor dem Berufsverkehr um Kaliningrad rum und dann nichts wie weg in die EU (Polen). Frühstück dann wieder auf Heimatboden (EU). Kulturschock eben. Hatte auch ganz schön Sehnsucht nach meiner vor zwei Tagen abgeflogenen Reisebegleitung. Keinen der einem helfen konnte... [mehr]

12: Polen

Der Kanal, wo ich gestern gehalten habe ist ein Kuriosum:Um nicht zu viele Schleusen zu brauchen, werden die Schiffe aus dem Wasser gehoben und auf Schienen in den höheren oder tieferen Kanalteil gefahren. Gefunden hatte ich den Kanal bei Atlas Obscura und mein belesener Kumpel Stefan hatte ihn empfohlen – war also ein Plicht-Ziel bei solchen Referenzen. Ja, ist toll. Im Sommer mit Schiffen sicher noch spannender im Oktober etwas... [mehr]

13: Zurück nach Deutschland

Auf dem Weg, wo ich gestern Abend stecken geblieben war, aufgewacht. Dann geh ich eben den Flughafen zu Fuß suchen. Kaffee, anziehen, los. Der Flughafen findet sich. Aber die Landebahn wurde entfernt und da ist jetzt eine Mondlandschaft. Die Hangars rotten vor sich hin und das Kerngebiet des Geländes ist ausdrücklich betreten verboten. Irgendwie komisch, dass Flughäfen auch mal wieder verschwinden. Beim Verlassen der Gegend um den Flughafen folge ich... [mehr]

14: Nach Berlin

Frühstück bei Freunden und dann langen Spaziergang durch das Brandenburgische. „Hier passiert alles 100 Jahre später hat Bismark gesagt.“ Aber es werden munter irgendwelche Wasserpflächen mit allerlei baggern „gepflegt“. Es regnet zwischendurch sehr ergiebig. Erst mal umziehen. Wasser fassen, dann los nach Berlin. Ereignislose Reise, doofes Wetter. In Berlin ist – wie so oft in der Hauptstadt – das Parken nicht annähernd so schrecklich, wie befürchtet. Ich finde ein Nettes Plätzchen auf... [mehr]

15: Ost-West Deutschland

Laternenparken in Berlin. Die Linienbusse wackeln mich die halbe nacht durch. Morgens klopft es. Ich krieg Brötchen gebracht! Los! In einem Wohngebiet voller DSL Baustellen oder so verfahren. Das war viel Gekurve in enger Umgebung. Gut, dass ich kein Feuerwehrauto bin! Ich dachte in Berlin hätten die grosse Strassen … Endlich aus Berlin raus. Potsdam. Weiter Richtung westliches Westdeutschland. Ich nehm die Strecke durch den Harz. Halle, Nordhausen, Kassel usw. Mal... [mehr]

16: Abschluss: das Bergische

Vom Maximilian Park nach Remscheid. Einkaufen. Putzen. Mal kein Regen. Spazieren im Bergischen Land. Hanomags an der Wupper. Letzte Nacht neben einem Zirkuszelt in dem wohl grade eine Hochzeit gefeiert wurde. Jedenfalls kein Mangel an musikalischer Untermalung. Und das war es dann: die erste „richtige“ Reise mit dem neuen Wohnmobil. Meine erste Urlaubsreise in „den Ostblock“. Das erste mal, dass ich auf eigener Achse die „EU“ verlassen habe. Schön wars!... [mehr]

Baltikum Herbst 2015 – Litauen, Lettland, Kaliningrad & Polen

Als erste Testreise für den TGM sollte es etas weiter Weg gehen. Ins Baltikum und nach Kaliningrad – d.h. Russland. Das wurde eine sehr schöne Tour durch die baltische Herbstsonne. Die einzelnen Berichte finden sich in der Kategorie „Baltikum 2015“. Die Route Einer lieben Tradition folgend fahre ich erst mal in die entgegengesetzte Himmelsrichtung: Richtung Belgien – die kinder bei den Großeltern abgeben (Tag 3) und vorher noch in ein Bergwerk... [mehr]