Daheim & Unterwegs

5: Fähre nach Klaipeda („Memel“)

Nach einer weiteren kleinen Wasserkatastrophe vor dem Frühstück und nochmal Wasser nachtanken ging es Richtung Kiel zum Hafen. Auf dem Weg nochmal „passe ich auf den Supermarkt-Parkplatz“ gespielt. Ja, es passt.

IMG_9673 Fähre ist ja immer spannend und zwischen den LKWs nochmal spannender. Etwa 150 € sollte es bis Litauen kosten, was wie ein Schnapp klang. Aber die Beifahrerin war nicht mit gebucht. Sollten wir versuchen, die als blinder Passagier einzuschleusen? Wir waren ganz schön aufgeregt. Am ende habe ich dann aber doch für 5 € (!) eine zweite Passagierkarte gekauft. Im Nachhinein schade um den Nervenkitzel. Vor uns fuhren die Autotransporter auf die Fähre. Das schepperte jeweils heftig – deren Rampenwinkel/Böschungswinkel war eigentlich zu gering für die Auffahrrampe. Dazwischen die Stauer, die Wechselbrücken und Trailer mit sehr viel Schwung in den Schiffsbauch jagden. Wir waren fast als letzte dran und sollten sehr nah an den Autotransporter vor uns fahren. Dann Rolltreppen und Gänge bis zum Passagierteil.

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22h Fährfahrt. Angenehm. Die Preise an Bord waren so, dass man sich nicht ausgenommen vorkam, wie auf der Norröna. Schiffskabinen sind immer spannend. Abendessen war gut.

Wie auf den Kanal-Fähren nach England gab es eine Parallelwelt für Trucker („Roadmasters“) – die Profis über den Fährgästen. Ich erkundigte mich nach dem Trucker Imbiss. „Was ist das?“ – „Fritierte Speckschwarte“ – „Oh! Vielleicht später“ – „Mein Tipp: besser nie!“. Gute Beratung vom Imbissbetreiber.

Auf Deck war das Wetter windig. Seekrank war ich nicht – ist ja auch nur Ostsee.

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Am nächsten Tag Ankunft in Klaipeda.