Daheim & Unterwegs

Nach Andorra

Wir wollen nach Andorra! Am liebsten zu der Hütte zwischen Tor und Andorra. Also los Richtung Andorra.

VMware FusionSnapz030

Von Spanien geht es Richtung Westen und da kommen wir erstmal wieder auf französisches Gebiet. Die Abfahrt vorher vom Coll del Pou de la Neu / Roc de France bzw. Les Salines auf der spanischen Seite hat uns sehr gut gefallen.

Um das Tech-Tal und die D116, die wir bereits zweimal am Vortag befahren haben, zu meiden, schlagen wir uns an der Südflanke des Tales durch. Viele Karnevalsvorbereitungen. Karneval scheint im Tech Tal ’ne große Nummer zu sein.

Dabei sind viele der in Karte eingezeichneten Wege schlichtweg gesperrt. Andere höchstens für Pferde und Enduros geeignet. Die Stecke bei Les Casotes (N 42.39486°  E 2.59332°) Richtung Süden ist gesperrt.  Die durch den Correc de Les Casotes (N 42.39099°  E 2.59464°) ist uns zu Krass und wir kehren um.

VMware FusionSnapz031

Am Ende finden wir über Lamanere (bei N 42.35551°  E 2.51635°) auf eine Piste, die wir 18 Monate vorher schon in Gegenrichtung befahren haben und kommen kurz vor dem Pass nach Spanien ‚raus.

Alternativ hätten wir die Strecke San Lorenc de la Muga, Albanya, Bassegoda, Sierra de Puli, Sa des Bestraca, Beget, Camprodon auf der Spanischen Seite ausprobieren können. Nächstes mal.

VMware FusionSnapz032

In Camprodon steigen wir aus, eine spektakuläre Ruine besichtigen (N 42.31339°  E 2.37225°). Dann geht es weiter nach Osten, aber diesmal nicht das nette Tal vom Vorjahr, sondern ein Paralleltal (N 42.34213°  E 2.29787°) eins weiter nördlich.

Der letzte Ort ist erstaunlich voll. Dann plötzlich ein halbes duzend geparkter Autos. Hinter der nächsten Kurve Schnee. Spuren von Tourenski. Rodelnde Kinder. Ein Quad. Leute mit ihren Ski geschultert.

Immer mehr Schnee. Dann irgendwann auf 2000 m eine Verwehung durch die wir so nicht durchkommen. Schaufeln haben wie, aber dahinter kommt noch eine Verwehung. Und noch eine. Schneeketten fehlen auch. Und die Verwehungen lassen einen in Richtung Abbruchkante schlittern. Also umkehren.

Wir fahren dann doch das Tal vom Vorjahr (Track: Camprodon – Ribes de Freser). Das kommt nicht über 1600 m sollte also schneefrei sein.

Mittagessen da, wo wir im Sommer 2013 übernachtet haben. Die Kuhtränke und den Stall hatten wir im Sommer übersehen. Die Anfahrt war knackiger als in Erinnerung. Nicht PKW tauglich.

Dann weiter. In einer Haarnadelkurve an einem Nordhang erwischt es uns: Da ist doch noch Schnee und darunter ist Eis. Das Buschtaxi fährt vor allem Seitwärts. Ich senke den Druck von 2.7 auf 2.2 Bar. Das ist noch voll Autobahntauglich, sollte aber etwas mehr Grip geben. Die Gattin hat einen guten Tipp, wo man mehr Anlauf nehmen kann, dann Radio Aus, Sitzheizung aus, 20 % mehr Gas und dann „Buschtaxi flieg und sieg!“

Das Buschtaxi flog und wir waren durch. Wie sowas aussieht, kann man im Snowtracks Romania bewundern.

In das enge Dorf am ende des Tals suchten wir diesmal einen anderen Weg, aber der war zu eng für uns. Drehen in 28 Zügen, feststellen, dass die nächste Kreuzung zu eng ist, als dass wir links abbiegen könnten und am Ende eine Große Runde durch die Umgebung. Dann irgendwann Ribes de Freser, 45 km Passtrasse und irgendwann sind wir in der Nähe von Andorra.

Und nun? Ich bin etwas unvorbereitet. „Da so“. Auf 2000 m müssen wir wegen (zu viel) Schnee umkehren. In gut besuchten Skigebiet übernachten? Nee!

Auf 1500 m ist ein kleiner Weg, da sollte eine Kapelle dran liegen. Klingt sich gut. Der Weg Fürst an einem gammeligen Helipad corbei, wird immer Steiniger und robuster und dann immer Enger. Am Ende haben wir rechts Steine am Reifen und Links einen Elektrozaun am Korfkügel. Hinter der nächsten Kurve ist keine Kapelle in Sicht, dafür wird es steiniger. Das mag was für einen Panda 4×4 sein, aber nicht für uns. Wir bugsieren uns rückwärts zu einer Stelle, an der man wenden kann. Vielleicht hier übernachten? Nee – Häuser in Sichtweite und irgendwer verklappt hier Gülle. Zurück zur Hauptstrasse. In einer halben Stunde wird es dunkel.

Wir fahren zur nächsten Ortschaft. Hinter dem Friedhof kommt der Weg raus, in dem wir stecken geblieben sind. Ob man von dieser Seite bis zu der in der Karte eingezeichneten Kapelle kommt? Nach 20 m haben wir die Nase voll und es schließt sich eine Diskussion an, wie der Einweiser verständlich erklärt, wie man lenken soll. Wir senken vielleicht beide unfrei Ecken, aber nicht immer die gleichen drei Ecken.

Weiter. Wir merken, dass die Straße, der wir folgen in ein Skigebiet führt. Bestimmt Verschneite Straßen, voll und keinen guten Stellplatz.

Auf der Karte gibt es einen Abzweig, der so groß ist, wie die Teerstraße ins Skigebiet. In echt ist das ein Feldweg. Wir fahren rein. Nordseite mit gut Schnee und aller tiefsten Schlaglöchern (man kennt die im Schnee. Die können auch einen 31″ Reifen Schlucken). An einer Kehre ist kaum Schnee, hier bleiben wir!

Ich wunder mich noch dass es hier nur Reifenspuren und Pfotenspuren gibt, aber keine Fußspuren. Gibt es im Andorra eigentlich Wölfe?

20140302-205237.jpg

20140302-205311.jpg

20140302-205329.jpg

20140302-205348.jpg

20140302-205406.jpg

20140302-205429.jpg

20140302-205440.jpg

20140302-205514.jpg

20140302-205453.jpg

20140302-205533.jpg

20140302-205555.jpg

20140302-205625.jpg