Daheim & Unterwegs

Befahrung Trou Ozer

Nach einer umfangreichen Vorerkundung (Höhle bei 50.4365, 6.0383, Anfahrtsbeschreibung hier) ging es letzte Woche mit dem Arbeitskreis Kluterthöhle nach Belgien in die Trou Ozer. Unserem Nachwuchs, der munter in der Kluterthöhle geübt hatte sollte nun mal die Befahrung eines „richtigen“ Schachtes nähcergebracht werden. Da die Ursprünglich angemeldeten 11 Personen zu viel für einen schacht waren, hatten wir ursprünglich zwei Gruppen geplant, die sioch mit Trou Ozer und Chantoir du Rouge-Thiers abwechseln sollten. Am Ende waren es dann aber doch nur noch 6 Schacht Fahrer, so dass wir nur eine Gruppe bildeten. Nach viel Vorbereitung (bis zur Beschriftung der Seilsäcke) in den vorhergehenden tagen stellte sich leider angekommen am Parkplatz der Trou Ozer raus, dass die Vorbereitungen nicht das Einpacken des UBS Schlüssels beinhalteten. Also 2 Mann zurück (nur nach raeren, nciht anch Ennepetal) den Schlüssel besorgen, der Rest ging im Nieselregen zur LAndwirtschafstausstellung in Malmedy. Nach 90 Minuten warne alle wieder vereint, der Regen hatte nachgelassen und der Schlüssel war auch da.

Ca 20 Minuten Anmarsch zum Schacht, dann scheint das Schloss nicht aufzugehen. Wir beschliessen in Zukunft auch im Aussland WD40 zur „Schlosspflege“ dabei zu haben. Diesmal hatten wir aber einen Sportsfreunde der Sperrtechnik dabei, der mit Liebe und einem Felshammer das Schloss wieder gangbar machte. Uff.

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20120619-mu2p18ggd3q6hsdfiikg755c1r-1 Der Schacht geht senkrecht unter einer Klappe 5 Meter herab, geht dann durch eine Engstelle. Hinter der Engstelle landet man im P25 (Pascale), den man mit zwei Umsteigstellen versieht um dann abzuseilen. Alles ist mit Klebeankern ausgestattet. Obendrein ist der Schachtboden mit vielen toten Mäusen ausgestattet, die eine klare Geruchsbelästigung sind.

Von da kammen wir nicht so recht weiter. Wir haben den oberen Bereich der Salle Pascale abgesucht, aber keine Fortsetzung gefunden – den Zigang zur Salle du Blanc-Moussi haben wir ¨buersehen.

Wir haben dann das Seil (55 m), an dem wir abgestiegen sind, an zwei wieiteren Ankern befestigt und sind den P8 (Courtois) runter. An der Stelle ist der Plan recht schwierig zu verstehen: Paralell zum Einstigsschacht liegt Le Toboggan, das man sich als ein riesiges, auf der Spitze stehendes Dreieck vorstellen kann. Am Grund (Courtois) geht es durch eine Kriechstelle zurück unter den Einstiegsschacht in Le Metro.

Nach Nord-Westen zieht ein Schänkel des Dreiecks auf einem etwas höeren Niveau – wir haben hier mit dem Seil aus dem P25 gearbeitet, um den Aufstieg aus Courtois zu sichern und eine Traverse zu bauen – das war nicht so toll. Besser wäre es gewesen, während ein Teil bis nach Courtois gefahren wäre, den anderen Teil mit einem zweiten seil die Traverse vom Grund des Pascale erst nach Nord-Ost über Courtois und dann rechts Abknickend nach Nord-Westen auszubauen. Genug Ankerpunkte sind vorhanden.

Irgendwann geht es dann bergab in den P35 (Puis Geyser). Der erste Teil muss sehr sportlich sein und auf grund seiner Enge beim Aufstieg eine echte Herausforderung darstellen. Wir haben uns aber entschlossen nicht einzusteigen – wir hatten sehr viel Zeit damit verbrahct, den weg zu suchen und wollten nicht die Truppe am Schachtkopf zu lange im Nieselregen stehen lassen.

Den Geysier machen wir dann wohl nächstes mal – soll Toll da unten sein: „wie in den Schluchten von Manhatten“.

Wie immer gibt es bei Speleo Avalon eine tolle Beschreibung. Ich packe beim nächsten Mal ein 55 m Seil für P5 (Entrance), P25 (Pascale) und P8 (Courtois), ein 20 m Seil für die Traverse und ein 45 m Seil für den Geysier ein und baue dann so ein.

Alein für das erste Seil hatten wir 7 Karabiner verbraten. 15 Karabiner für die ganze Höhle scheinen also nicht zu viel – denn die Traverse braucht natürlich mehr Material, als die Schächte.

Der Stein („Pudding Rock“) ist wirklich spektakulär. Etwas mehr zur Geologie kann man unter http://poudingue.wordpress.com/ erfahren. Hier gibt es eine Bildergalerie zur Tour.

Auf dem Rückweg waren wir der Meinung, dass man ein paar Höhenmeter sparen könnten, wenn wir querfeldein gingen. Vermutlich haben wir dabei wirklich ein paar Höhenmeter gespart, aber deutlich schneller war es nicht.